+++ Ukraine-Krieg +++: Merz, Starmer und Macron wollen mit Selenskyj über Verhandlungen mit Russland beraten

+++ Ukraine-Krieg +++: Merz, Starmer und Macron wollen mit Selenskyj über Verhandlungen mit Russland beraten

  1. Startseite

  2. Politik

  3. International

Ukraine: EU-Staaten wollen mit Selenskyj über Verhandlungen beraten

Live-Blog Seedrohne in rumänischem Schwarzmeerhafen explodiert +++ Fünf Aserbaidschaner bei Angriff im Asowschen Meer getötet +++ Putin lehnt EU-Staaten als Vermittler ab +++ Der Newsblog.
05.06.2026 – 15:03 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Macron, Merz, Starmer: Die drei Regierungschefs wollen Selenskyj am Sonntag treffen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Jetzt live: Putin spricht bei Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Russlands Präsident Wladimir Putin tritt am Freitag beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf. Verfolgen Sie die Veranstaltung hier live:

Russland und die Ukraine tauschen je 185 Gefangene aus

Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Moskau habe 185 eigene Soldaten zurückgeholt und Kiew im Gegenzug eine gleich große Anzahl gefangener Ukrainer übergeben, teilte das russische Verteidigungsministerium der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Moskau bedankte sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Austauschs. Die Übergabe fand demnach erneut an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Rückkehr von 185 ukrainischen Soldaten. Daneben sei auch ein Zivilist freigekommen, schrieb er auf Telegram. Einige der Rückkehrer waren seinen Angaben nach seit 2022 in russischer Gewalt.

Berlin unterstützt Selenskyjs Vorstoß

Die Bundesregierung begrüßt das jüngste Verhandlungsangebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Russland. „Wir teilen zudem die Ansicht von Präsident Selenskyj, dass an Gesprächen mit Russland auch Vertreter Europas und der Vereinigten Staaten beteiligt werden sollen“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Ein tragfähiger Friede könne nur unter Einbeziehung der Europäer erreicht werden. 

Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hat Selenskyj dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche angeboten. Er schlage ein Treffen in einem Drittstaat vor, um „Schlüsselfragen“ persönlich mit dem Kremlchef zu klären, hieß es in dem vom Präsidentenbüro in Kiew veröffentlichten Schreiben.

„Wir sind sehr dafür, dass dieser Konflikt zu einem Ende geführt wird“, betonte Hille. Die Ukraine zeige seit Langem eine Bereitschaft zu Gesprächen, die bei Russland aber nicht zu beobachten sei. Stattdessen gebe es „brutale Angriffe“ auf ukrainische Städte.

Merz, Starmer und Macron wollen mit Selenskyj offenbar über Verhandlungen mit Russland beraten

Die Regierungschefs von Deutschland, Großbritannien und Frankreich wollen übereinstimmenden Berichten zufolge mit dem ukrainischen Präsidenten darüber beraten, wie Russland zu Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg bewegt werden könnte. Das persönliche Treffen solle am Sonntagabend in Großbritannien stattfinden, berichtet Bloomberg.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor beim Westbalkangipfel der EU gesagt, die europäischen Regierungschefs könnten Wolodymyr Selenskyj in den kommenden Tagen treffen. „Wir waren immer für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und dem Kreml“, sagte Macron. Die Europäer könnten dabei unterstützen.

Selenskyj hatte Putin am Donnerstag in einem offenen Brief zu Friedensverhandlungen aufgefordert. Russlands Wirtschaft gilt nach mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine als geschwächt. Zuletzt drangen ukrainische Drohnenangriffe immer weiter ins russische Landesinnere ein und beschädigten dabei weite Teile der Öl-Infrastruktur.

Ukraine: Vier Tote bei russischem Drohnenangriff auf Babynahrungsfabrik

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Fabrik für Babynahrung nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind am Freitag nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Zudem seien sieben Personen verletzt worden, teilte der Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Das getroffene Werk stellt Milchprodukte wie Joghurt und Säuglingsnahrung her. Durch den Einschlag wurde ein Verwaltungsgebäude zerstört. Die Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden und löschten Brände.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Attacke auf das Werk „Jagotynske für Kinder“. Auf der Plattform X warf er Russland vor, gezielt zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen. Russische Truppen griffen Selenskyj zufolge in den vergangenen Tagen zudem Lebensmittellager und eine Poststelle in der Region Dnipropetrowsk, einen Krankenwagen in Cherson sowie ein Schulgebäude im Gebiet Sumy an. Auch Hafenanlagen in Odessa und eine Klinik in Charkiw seien beschossen worden.

Selenskyj drängte die westlichen Verbündeten erneut dazu, die Luftabwehr der Ukraine zu stärken und den wirtschaftlichen Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten. „Jedes Unterstützungspaket zur Raketenabwehr, jede gemeinsame Vereinbarung über die Waffenproduktion, jeder Schritt der Weltgemeinschaft bei den Sanktionen gegen Russland – all das hilft, das Leben von Menschen zu schützen“, erklärte er.

Seedrohne in rumänischem Schwarzmeerhafen explodiert

Eine Seedrohne eines im Krieg in der Ukraine eingesetzten Typs ist in einem rumänischen Schwarzmeerhafen explodiert. Verletzte habe es bei dem Vorfall am Freitagvormittag im Hafen von Constanta nicht gegeben, teilte das Verteidigungsministerium des Nato-Landes mit. Das Gebiet sei vom rumänischen Geheimdienst, der Küstenwache und dem Verteidigungsministerium bereits vor der Detonation gesichert und abgesperrt worden.

Präsident Nicusor Dan erklärte, Polizei und Sicherheitsdienste hätten schnell und präventiv gehandelt. Vorrang hätten der Schutz von Menschenleben und die Sicherheit der Hafeninfrastruktur gehabt. Das Verteidigungsministerium betonte, die Drohne entstamme nicht dem Arsenal des rumänischen Militärs und sei kein Überbleibsel vorangegangener Militärübungen im Schwarzen Meer.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor einer Bedrohung für alle Länder an der EU-Ostgrenze gewarnt. „Unsere Solidarität mit jedem Mitgliedstaat, der diesen Bedrohungen ausgesetzt ist, ist absolut“, erklärt von der Leyen auf der Online-Plattform X. 

Drohne explodiert in rumänischem Schwarzmeerhafen. Observator Antena1/Handout via REUTERS

Fünf Aserbaidschaner bei Angriff im Asowschen Meer getötet

Im Asowschen Meer sind bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe fünf Aserbaidschaner getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt das aserbaidschanische Außenministerium mit. Auf eine Frage zu den in der Bucht von Taganrog getroffenen Schiffen antwortet das Ministerium, dass sich unter den Besatzungen insgesamt 25 aserbaidschanische Staatsbürger befänden, die Schiffe aber nicht zu Aserbaidschan gehörten. Das Asowsche Meer ist Teil des Schwarzen Meeres, mit dem es über die Straße von Kertsch verbunden ist. Anrainer des Asowschen Meeres sind die Ukraine und Russland. Allerdings hat die Ukraine seit der russischen Invasion keinen Zugang mehr zu ihm.

Regionale Waffenruhe zur Reparatur bei AKW

Die Ukraine und Russland haben sich erneut auf eine begrenzte Waffenruhe geeinigt, um wichtige Reparaturen für das Atomkraftwerk Saporischschja zu ermöglichen. Das gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien bekannt, die zwischen den Kriegsparteien vermittelt hatte. Während der Waffenruhe soll nach Angaben der IAEA eine Stromleitung wiederhergestellt werden, um das Risiko eines Atomunfalls zu verringern. 

Vier Tote bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Lebensmittelfabrik nahe Kiew werden ukrainischen Angaben zufolge vier Menschen getötet. Zudem werden sieben Personen verletzt, wie der Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. Zwei weitere Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Der Angriff löst zudem ein Feuer in einem Verwaltungsgebäude des Betriebs aus, bei dem es sich um einen Hersteller von Babynahrung handelt. Rettungskräfte sind weiterhin für Bergungsarbeiten im Einsatz.

Wadephul an Putin: Über Ukraine mit Europäern verhandeln

Außenminister Johann Wadephul ruft den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit eindringlichen Worten zu Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine auf – unter Beteiligung der Europäer. „Es ist jetzt an der Zeit, an den Verhandlungstisch zu kommen“, appellierte der CDU-Politiker beim Treffen mit seinem Kollegen Roberto Velasco in Mexiko-Stadt an Putin. „Ich glaube, alle sehen, dass der Konflikt in einer Phase ist, die dringend danach schreit, beendet zu werden.“ 

Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hatte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuvor in einem offenen Brief an Putin gewandt und direkte Friedensgespräche angeboten. 

USA: Ukraine-Hilfen nehmen erste Hürde – Trump könnte bremsen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf über weitere Ukraine-Hilfen und neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Das Vorhaben sieht eine Milliarde Dollar an Hilfsgeldern und bis zu acht Milliarden Dollar an Krediten für Kiew vor. Zudem sind strenge Sanktionen gegen den russischen Finanz-, Öl- und Bergbausektor geplant. Einige Republikaner setzten sich über den Willen der eigenen Parteiführung hinweg, um die Abstimmung zu erzwingen. Wie es mit dem Vorhaben weitergeht, ist jedoch ungewiss: Es muss noch vom Senat gebilligt werden. Zudem dürfte US-Präsident Donald Trump sein Veto einlegen.

Ukraine: Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Region Saporischschja kommt nach Angaben des Gouverneurs eine Frau ums Leben. Elf weitere Menschen werden bei dem Angriff mit Gleitbomben verletzt, teilt Gouverneur Iwan Fedorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Am Abend herrscht dort immer wieder Luftalarm.

Insider: Pentagon dürfte Raketen-Lieferung an Deutschland absagen

Das US-Verteidigungsministerium dürfte einem Medienbericht zufolge die geplante Lieferung von „Tomahawk“-Marschflugkörpern an Deutschland absagen. Ein Grund dafür sei die Sorge von US-Regierungsvertretern, dass Russland die Stationierung der Präzisionswaffen als Eskalation betrachten und Vergeltung üben könnte, berichtet das Nachrichtenportal „Politico“ unter Berufung auf Insider. Zudem sorge sich die US-Regierung um ihre eigenen schrumpfenden Bestände. In den ersten Wochen des Iran-Krieges seien Tausende „Tomahawk“- und „Patriot“-Lenkwaffen verschossen worden.

Putin: Warnung vor russischer Bedrohung sei Unsinn

Kremlchef Wladimir Putin hat die im Westen verbreiteten Warnungen vor einer russischen Gefahr und einem womöglich baldigen Angriff Moskaus auf ein Nato-Land mit Nachdruck als „Unsinn“ zurückgewiesen. „Aber meiner Meinung nach ist es nicht nur Unsinn – es ist eine bewusste Provokation“, sagte Putin bei einem Treffen mit Vertretern großer internationaler Nachrichtenagenturen, darunter die Deutsche Presse-Agentur. Es werde gezielt eine Bedrohungslage heraufbeschworen, „die in Wirklichkeit gar nicht existiert“, sagte der Präsident.

Ziel sei es, „die Bevölkerung der eigenen Länder dazu zu zwingen, mehr Geld für die Verteidigung auszugeben“, sagte Putin. Er sei verwundert, dass ein Teil der Bevölkerung in den europäischen Ländern diesen Erzählungen glaube. „Es wäre lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre“, sagte er. „Jeder, der denkt, dass Russland das Territorium der Nato überfallen könnte, sollte sich die Frage stellen: Wozu?“, sagte Putin. Das westliche Bündnis gilt Russland militärisch überlegen.

Selenskyj schlägt Putin Treffen vor – Warnung vor Fortsetzung des Krieges

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einem offenen Brief ein Treffen vor, um ein Ende des Krieges zu vereinbaren. Die Mehrheit der Russen sei der ukrainischen Raketen- und Drohnenangriffe, der Inflation und der Treibstoffknappheit überdrüssig und bereit für den Frieden, erklärt Selenskyj. 

Sollte Putin nicht zu dem Schluss kommen, dass es Zeit für ein Kriegsende sei, werde die Ukraine weiter um ihre Existenz kämpfen. Dies könne Putins Machtposition gefährden. „Es ist eine Tatsache in der russischen Geschichte, die Sie gut kennen: Wenn Russland müde wird, steht ein Wandel bevor“, heißt es in dem Schreiben.

Putin: Schröder wäre guter Vermittler zwischen Russland und Europa

Der russische Präsident Wladimir Putin bringt den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Mittelsmann zwischen Russland und Europa ins Spiel. „Wer sonst als Schröder könnte als Vermittler auftreten?“, sagt Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Schröder sei vertrauenswürdig und nicht sein Freund, sondern ein deutscher Staatsmann, der seine eigenen Ansichten habe und bereit sei, für diese einzustehen. Moskau versuche Europa jedoch nicht vorzuschreiben, wen es für Gespräche mit Russland benennen solle.

Putin: Russland zu diplomatischer Lösung des Ukraine-Kriegs bereit

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach eigenen Worten zu einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Kriegs bereit. Dabei wolle er sich an Kompromisse halten, auf die er sich mit US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen in Alaska verständigt habe, sagt Putin am Rande eines Wirtschaftsforums. 

Wenn auch die ukrainische Seite diesen nicht näher bezeichneten Vereinbarungen zustimme, werde der Konflikt schnell enden. Notfalls werde Russland die Ukraine aber auf dem Schlachtfeld besiegen. Putin bekräftigt seine Forderung, dass die Ukraine für Frieden den Rest der ostukrainischen Donbass-Region aufgeben müsse. Russland kontrolliere inzwischen die Region Luhansk vollständig und Donezk zu mehr als 85 Prozent, so der Präsident.

Ukraine sieht Waffenexport als langfristige Einnahmequelle

Die Ukraine strebt eine stärkere Orientierung ihrer Rüstungsindustrie auf den Export an. „Der Waffenexport soll zu einer dauerhaften Quelle wirtschaftlicher Stärke für die Ukraine werden“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Sicherheitsrat, Verteidigungsministerium und Parlament sollen demnach unter Berücksichtigung des eigenen Waffenbedarfs unverzüglich die gesetzliche Basis für eine Waffenausfuhr ausarbeiten. 

Gleichzeitig hofft Selenskyj noch im Juni auf den Erhalt erster Gelder aus einem Kredit der Europäischen Union über 90 Milliarden Euro, die auch für Rüstungszwecke verwendet werden sollen. 

Putin lehnt EU-Staaten als Vermittler im Ukraine-Krieg ab

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Vorstellung zurückgewiesen, dass EU-Staaten bei Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine als Vermittler auftreten könnten. „Vermittlung setzt Neutralität voraus. Wo ist hier die Neutralität?“, fragte er bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg.

Putin: Russland zu Erdgaslieferungen durch Nord Stream bereit

Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, die Erdgaslieferungen nach Deutschland durch die Pipeline Nord Stream wieder aufzunehmen. Die Entscheidung darüber liege nun bei der Bundesregierung in Berlin, sagt Putin. Die Pipeline war 2022 bei Unterwasser-Explosionen schwer beschädigt worden.

Putin zeigt sich weiter siegesgewiss bei Wirtschaftsforum

Kremlchef Wladimir Putin beharrt auf seiner Forderung nach einer vollständigen russischen Kontrolle der Gebiete Donezk und Luhansk als Voraussetzung für einen Frieden in der Ukraine. Die Forderung sei kein Widerspruch zu der postulierten Dialogbereitschaft, sagte Putin beim Treffen mit ausländischen Nachrichtenagenturen.

Der russische Präsident wiederholte dabei alte Thesen: Russland greife auf ganzer Front an, sagte er. Der Ukraine wiederum fehlten Soldaten, weil die monatlichen Verluste und Desertationen bei weitem die Neurekrutierungen überstiegen. Das Defizit bezifferte er auf insgesamt 30.000 Mann pro Monat. Die Zahl von 15.000 laut Putin in die ukrainische Armee gepressten Rekruten steht dabei im Widerspruch zu den offiziellen Angaben aus Kiew. Danach werden mehr als 30.000 pro Monat neu gewonnen.

Der russische Präsident verwies zur Begründung seiner Forderung nach dem gesamten Donbass auch auf Gebietsgewinne, die das russische Militär seinen Angaben nach ständig mache. Dabei liegt die von ihm angegebene Zahl von 2.440 Quadratkilometern ebenfalls deutlich über Kiews Angaben. Nach Berechnungen regierungsnaher ukrainischer Militärbeobachter hat die russische Armee mit abnehmendem Tempo seit Jahresbeginn knapp 700 Quadratkilometer erobert.

Tote nach russischem Angriff im Gebiet Sumy

Bei einem russischen Angriff auf das grenznahe nordostukrainische Gebiet Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier verletzte Frauen seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram mit. Zu den näheren Umständen der Attacke machte er keine Angaben. Die betroffene Siedlung Jampil ist nur etwa 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Babis schlägt Merz als Verhandler mit Putin vor

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat Bundeskanzler Friedrich Merz als Unterhändler mit Moskau vorgeschlagen. „Merz soll die EU in allen Gespräche mit Russland über die Ukraine vertreten“, zitiert die Nachrichtenagentur CTK Babis. In deutschen Regierungskreisen hatte es am Mittwoch geheißen, dass sich ein Fenster für Gespräche mit Russland öffne, es bis dahin aber noch Monate dauern werde. Deutschland wolle keinen Alleingang, die E3 mit Frankreich und Großbritannien werde eine wichtige Rolle spielen, hieß es in Regierungskreisen.

Französisches Militär berichtet über etliche Provokationen Russlands über Ostsee

Französische Kampfflugzeuge sind in der vergangenen Woche im Rahmen eines Nato-Einsatzes elf Mal aufgestiegen, um russische Militärmaschinen über der Ostsee abzufangen. Die hohe Zahl an Abfangeinsätzen könne ein Signal sein, dass Russland in der Woche seines Wirtschaftsforums in St. Petersburg seine Muskeln spielen lassen wolle, sagt der Sprecher der französischen Streitkräfte und spricht von Provokationen.

 „Die französische Einheit, die im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum eingesetzt ist, hat mehrere russische Militärflugzeuge abgefangen, die ohne Flugpläne oder Funkkontakt flogen.“ Der Nato-Einsatz „Baltic Air Policing“ sichert den Luftraum der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, da diese selbst nicht über die nötigen Kapazitäten verfügen. 

Aufnahme eines russischen Kampfflugzeuges über der Ostsee dpa

Ukraine hat Schießpulverfabrik in russischem Rjasan angegriffen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Schießpulverfabrik in der russischen Oblast Rjasan angegriffen. Als Folge des Angriffes sei ein Feuer ausgebrochen, das eine Fläche von 400 Quadratmetern umfasse, teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Rjasan liegt nicht an der Grenze zur Ukraine, sondern weiter im Landesinneren und südlich von Moskau.

Moskau: Erwarten wieder Kontakt zu Kushner und Witkoff

Der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew rechnet der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge damit, dass es noch in dieser Woche Kontakt zu den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner geben wird. Die beiden hatten zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Die Friedensbemühungen gerieten ins Stocken, nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten.

HB Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen

Anzeige

ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln

Anzeige

FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg

Anzeige

Presseportal Direkt hier lesen!

Anzeige

STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden

Anzeige

Expertentesten.de Produktvergleich – schnell zum besten Produkt

Weiterlesen

Weitere Nachrichten