Putin droht mit sofortigem Gaslieferungsstopp für EU
Kremlchef Putin erwägt, Gaslieferungen nach Europa noch vor EU-Sanktionen zu beenden. Unterdessen stellt Deutschland weitere 200 Millionen Euro Ukraine-Hilfe bereit und warnt vor Auswirkungen des Iran-Konflikts.
Der russische Präsident Wladimir Putin signalisiert, die Gaslieferungen in die Europäische Union möglicherweise schon vor dem geplanten EU-Embargo einzustellen. In einem Interview des russischen Staatsfernsehens erklärte Putin, dass sich neue Märkte für russisches Gas öffnen würden und es für Moskau vorteilhaft sein könnte, die europäischen Lieferungen "jetzt sofort" zu beenden. Ein solcher Schritt hätte erhebliche Auswirkungen auf die bereits durch den Iran-Konflikt angespannten Energiemärkte.
Deutschland reagiert mit weiteren Hilfsmaßnahmen: Außenminister Johann Wadephul kündigte über 200 Millionen Euro zusätzliche Unterstützung für die Ukraine an. Das Geld soll insbesondere den Schutz gegen russische Luftangriffe stärken, etwa durch Aufklärungsdrohnen und verbesserten Zivilschutz. Wadephul betonte, dass trotz neuer Bedrohungen im Nahen Osten der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine für Deutschland die sicherheitspolitische Priorität Nummer eins bleibt.
Die Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland werden derweil verschoben. Präsident Selenskyj erklärte, dass geplante trilaterale Gespräche unter US-Vermittlung aufgrund der Lage im Nahen Osten nicht in dieser Woche stattfinden. Die Ukraine bleibt aber zu Verhandlungen bereit, sobald die Sicherheitslage es erlaubt.