Ukraine-Konflikt: Vorwürfe und Gegendarstellungen zu Drohnenangriffen
Russland behauptet, eine ukrainische Drohne habe einen Bus mit Kindern in der Region Brjansk getroffen. Kyjiw bestreitet dies und spricht von einer Informationsprovokation. Indes meldet die Ukraine eigene Opfer durch russische Angriffe.
Der Gouverneur der westrussischen Region Brjansk, Jegor Kowaltschuk, hat gemeldet, dass eine ukrainische Drohne einen Bus getroffen haben soll, in dem sich nach russischen Angaben 44 Personen befanden – darunter 28 Kinder einer belarussischen Fußballmannschaft. Einem Todesfall und mehreren Verletzten zufolge.
Das ukrainische Militär weist diese Darstellung zurück. In einer Stellungnahme erklärt Kyjiw, während des genannten Zeitraums keine Drohnen gegen Ziele in der Region Brjansk eingesetzt zu haben. Die Ukraine sieht darin eine Informationsprovokation des Kremls.
Unterdessen bestätigt die Ukraine erneute russische Angriffe auf ihr Territorium. Nach Angaben des Kyiv Independent kamen am Mittwoch mindestens zehn Menschen bei russischen Attacken ums Leben, 64 weitere wurden verletzt. Die Militärverwaltung der Region Sumy meldet zudem einen Todesfall in der Stadt Schostka durch einen Drohnenangriff sowie einen Treffer auf das Gelände einer Kinderreitschule.