Kreml erwartet US-Vermittler in Moskau – Friedensverhandlungen in Sicht?
Der russische Kreml rechnet damit, dass Trump-Vertraute Steve Witkoff und Jared Kushner bald nach Moskau kommen. Damit sollen Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg vorangetrieben werden.
Moskau zeigt sich optimistisch: Der Kremlbeauftragte für Verhandlungen, Jurij Uschakow, kündigte an, dass US-Unterhändler Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner in absehbarer Zeit zu Gesprächen in die russische Hauptstadt kommen werden. Ein genaues Datum nannte Uschakow allerdings nicht. Die USA und Russland hatten zuvor eine dreitägige Waffenruhe vereinbart, die friedensgerichtete Verhandlungen ermöglichen soll.
Ein zentraler Knackpunkt bleibt jedoch ungelöst: Russland besteht darauf, dass die Ukraine ihre Truppen aus dem Donbass zurückzieht – ein Ultimatum, das der ukrainische Präsident Selenskyj bislang kategorisch abgelehnt hat. Besonders umstritten ist die Frage, wer die strategisch wichtigen Städte wie Kramatorsk kontrolliert, in denen Russland bislang nicht eindringen konnte.
Derweil berichten beide Kriegsseiten auch während der Waffenruhe von zahlreichen Verstößen. Russland spricht von über 16.000 Verstößen, die Ukraine von mehr als 150 Angriffen. Beobachter vermerken allerdings, dass die Gesamtlage deutlich entspannter wirkt – insbesondere weil Angriffe auf Energieinfrastrukturen seltener werden.