Ukraine-Verhandlungen: Territoriale Fragen rücken in den Fokus
Bei den Gesprächen in Abu Dhabi diskutieren Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA auch über strittige Gebietsabtretungen. Für nächste Woche sind weitere Treffen geplant. Parallel verschärfen sich die Kriegshandlungen.
Die trilateralen Verhandlungen zwischen Kiew, Moskau und Washington in Abu Dhabi haben am zweiten Tag konkrete Gespräche über Territorialfragen aufgenommen. Nach Angaben russischer Delegationsvertreter wurden mehrere Dokumente zur Gebietsabtretung erörtert. Dieses Thema zählt zu den heikelsten Punkten der Friedensverhandlungen: Während Russland neben den bereits besetzten Gebieten im Osten zusätzliche Territorien fordert, lehnt die Ukraine einen einseitigen Rückzug ab.
US-Sondergesandter Steve Witkoff bezeichnete die bisherigen Gespräche als "sehr konstruktiv" und kündigte weitere Verhandlungen für nächste Woche in Abu Dhabi an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bewertete die bisherigen Diskussionen ebenfalls positiv und erklärte sich zu weiteren Treffen bereit. Eine Einigung zu konkreten Ergebnissen wurde bislang jedoch nicht bekannt gegeben.
Während die Diplomatie voranschreitet, dauert die militärische Eskalation an. Russland attackierte erneut Energieanlagen in der Ukraine: In Kiew fielen infolge eines Angriffs fast 6000 Gebäude aus der Wärmeversorgung. Bei Temperaturen von minus 12 Grad ist die Lage für die Zivilbevölkerung kritisch. Selenskyj fordert die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Trump vereinbarten Luftabwehr-Maßnahmen.