Ukrainische Drohnen treffen Ölanlagen in St. Petersburg
Kurz vor einem internationalen Wirtschaftsforum hat die Ukraine mit Drohnenangriffen Infrastruktur in der russischen Metropole beschädigt. Moskau kündigt Gegenmaßnahmen an.
Die Ukraine hat in der Nacht zum Mittwoch Ziele in St. Petersburg angegriffen. Nach Angaben des Gouverneurs wurden dabei Teile der Infrastruktur in mehreren Stadtbezirken beschädigt, mehrere Menschen wurden verletzt. Besonders betroffen war das Ölterminal im Hafen. Videos in sozialen Medien zeigen tieffliegende Drohnen und Brände am Kraftstoffausfuhrterminal. Der Flugverkehr am Flughafen der zweitgrößten russischen Stadt ist seit Stunden stark eingeschränkt.
Zusätzlich zu den Angriffen auf St. Petersburg wurden nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj auch Militäreinrichtungen in Kronstadt getroffen, einer nahe gelegenen Insel mit Teilen der russischen Baltischen Flotte sowie wichtigen Schiffbau- und Reparaturanlagen. Der ukrainische Generalstab teilte mit, dass es Treffer an Schiffen und Infrastruktur gegeben habe.
Die Angriffe ereigneten sich kurz vor Beginn eines internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg, das als "russisches Davos" gilt. Der Kreml kündigte daraufhin an, dass russische Reaktionen "systematisch" sein werden. Moskau meldet zudem, 754 ukrainische Drohnen in 24 Stunden abgefangen zu haben und kündigt weitere Gegenmaßnahmen gegen die Ukraine an.