Waffenruhe endet: Ukraine bereitet sich auf neue russische Offensiven vor
Nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe hat Russland die Ukraine in der Nacht mit über 200 Kampfdrohnen angegriffen. Präsident Selenskyj kündigte Vergeltungsmassnahmen an und fordert Moskau zu echten Friedensgesprächen auf.
Die von den USA vermittelte Waffenruhe ist beendet – und damit auch die relative Ruhe im Ukraine-Krieg. In der Nacht zum Dienstag startete Russland nach ukrainischen Angaben einen massiven Drohnenangriff auf mehrere Städte, darunter Kiew, Charkiw und Saporischschja. Die Ukraine kündigte sofortige Gegenattacken an.
Präsident Selenskyj machte Russland für die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen verantwortlich. Er betonte, dass allein Moskau die Verantwortung für ein dauerhaftes Kriegsende tragen müsse. Gleichzeitig signalisierte er Bereitschaft, mit Gleichem zu vergelten. Der ukrainische Generalstab registrierte in den vergangenen 24 Stunden etwa 180 Gefechte entlang der Frontlinie.
Inzwischen mehren sich Stimmen von Putins angeblicher Schwäche. Deutschlands Verteidigungsminister Pistorius beschrieb Russland als wirtschaftlich angespannt und militärisch unter Druck. Moskau senkte seine Wachstumsprognosen für 2026 von 1,3 auf 0,4 Prozent. Pistorius warnte jedoch vor Putins Friedensrhetorik als möglichem Täuschungsmanöver, um von eigener Schwäche abzulenken.