Schwedens Regierungschef kritisiert mangelnde Wachsamkeit gegenüber Putin
Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson sieht in der Vergangenheit zu wenig Aufmerksamkeit für die Gefahren durch Russland – besonders in Deutschland.
Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson hat in einem Interview kritisiert, dass die Bedrohung durch Wladimir Putin und Russland lange Zeit unterschätzt wurde. Besonders für Deutschland sieht er einen erheblichen Mangel an Aufmerksamkeit in diesem Punkt.
Mit seiner Aussage spielt Kristersson offenbar auf die jahrelange deutsche Energiepolitik an, die stark von russischen Gasimporten abhängig war. Auch die Diskussion um militärische Unterstützung für die Ukraine zeigte lange Zeit unterschiedliche Positionen innerhalb Deutschlands.
Der schwedische Premier betont damit eine Perspektive aus Nordeuropa, wo die Sorge vor russischen Ambitionen traditionell größer ist. Schwedens Weg in die NATO wird in diesem Kontext oft als Reaktion auf die gestiegene Bedrohungswahrnehmung verstanden.