Umstrittene Weltraumpläne: Satelliten als künstliche Nachtbeleuchtung
Ein US-Unternehmen plant den Start von Tausenden Spiegelsatelliten, um die Erde nachts zu erhellen. Wissenschaftler warnen vor erheblichen Folgen für Astronomie, Ökosysteme und Menschen.
Ein amerikanisches Unternehmen verfolgt ein ehrgeiziges Projekt: Mittels Tausender Satelliten mit Spiegeln soll die Nachtseite unseres Planeten künstlich beleuchtet werden. Die Idee könnte weitreichende Konsequenzen haben, vor denen nun Forschende eindringlich warnen.
Die größten Bedenken betreffen die astronomische Forschung. Durch die zusätzliche Himmelshelligkeit könnten Beobachtungen von Sternen und Galaxien massiv beeinträchtigt werden. Auch für die Tierwelt hätte eine künstliche Dauernachtbeleuchtung dramatische Auswirkungen – vom Vogelflug über Insektenverhalten bis zur Orientierung nachtaktiver Tiere.
Experten weisen zudem auf potenzielle Risiken für Menschen hin. Unklar sind bislang die langfristigen Effekte einer solchen großflächigen Lichtverschmutzung auf Schlaf-Wach-Rhythmen und Gesundheit. Die wissenschaftliche Gemeinschaft fordert daher eine kritische Überprüfung des Vorhabens, bevor es umgesetzt wird.