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Ungarn stoppt vereinfachte Gastarbeiter-Regelung

08. Juni 2026· Florian Bergmann

Ungarns neuer Premierminister Péter Magyar hat die lockere Arbeitsmigranten-Politik seines Vorgängers beendet. Neue Genehmigungen unter der früheren Regelung werden nicht mehr ausgestellt.

Ungarns Regierung unter Péter Magyar hat ein Wahlkampfversprechen umgesetzt und die vereinfachte Gastarbeiterregelung der Orbán-Ära beendet. Neue Aufenthaltserlaubnisse nach diesem System werden nicht mehr erteilt. Bestehende Genehmigungen behalten ihre Gültigkeit, unklar bleibt aber, ob diese verlängert werden können.

Die bisherige Regelung ermöglichte es Unternehmen, Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern relativ einfach über Vermittlungsagenturen zu rekrutieren. Magyar begründet den Stopp damit, dass inländische Arbeitnehmer bevorzugt werden sollen und um zu verhindern, dass Unternehmen durch niedrigere Löhne Druck auf den Arbeitsmarkt ausüben. Die Arbeitgeberseite argumentiert dagegen mit erheblichen Fachkräftemängeln in vielen Sektoren.

Rund 90.000 Menschen aus Ländern außerhalb der EU arbeiten derzeit in Ungarn. Sie sind vor allem in Industrie, Bau und Landwirtschaft tätig. Die meisten stammen aus Asien und der Ukraine. Magyars Tisza-Partei hatte die Parlamentswahl im April deutlich gewonnen und regiert seit Anfang Mai.

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