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Ungarn: Streit um Sprengstoff an Gaspipeline vor Wahl

06. April 2026· Miriam Scholz

Serbien meldet einen Sprengstoff-Fund an einer Pipeline nach Ungarn. Während Ministerpräsident Orbán von einer Bedrohung spricht, wirft die Opposition ihm vor, das Thema für Wahlkampfzwecke auszuschlachten.

Wenige Tage vor der ungarischen Parlamentswahl sorgt ein Sicherheitsvorfall für Debatten: Serbiens Präsident Vučić teilte mit, dass Sprengstoff an einer Pumpstation der Gaspipeline nahe der ungarischen Grenze entdeckt worden sei. Die Leitung transportiert russisches Erdgas von der Türkei über mehrere Länder nach Ungarn.

Ministerpräsident Orbán scheint den Fund als Sicherheitsrisiko zu bewerten und vermutet ukrainische Verwicklung. Doch die ungarische Opposition übt scharfe Kritik: Oppositionsführer Péter Magyar wirft Orbán vor, mit Panikmache Wahlkampf zu betreiben. Magyar berichtete von früheren Hinweisen, wonach unmittelbar vor der Wahl etwas an der Pipeline geschehen könnte – und deutete an, dass russische Berater hinter solchen Szenarien stecken könnten.

Bei der anstehenden Wahl steht Orbán unter Druck. Zuletzt wurden Enthüllungen über Gefälligkeiten Ungarns gegenüber Russland bekannt. Ein vermeintlicher Anschlag auf die Energieversorgung könnte seine politische Position stärken. Bislang ist eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls nicht möglich.

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