Orbán gibt Parlamentssitz auf
Nach seiner Wahlniederlage verzichtet Viktor Orbán auf sein Mandat im ungarischen Parlament. Der langjährige Regierungschef will sich stattdessen auf die Reorganisation seiner Fidesz-Partei konzentrieren.
Der ungarische Ex-Regierungschef Viktor Orbán wird nicht ins neue Parlament einziehen. Das gab der Politiker am Samstag auf Facebook bekannt und begründete seinen Verzicht damit, dass er derzeit im Parlament nicht benötigt werde.
Orbáns Entscheidung folgt auf die deutliche Wahlniederlage seiner Fidesz-Partei vor zwei Wochen. Die konservative Tisza-Partei des Oppositionspolitikers Péter Magyar errang eine Zweidrittelmehrheit und wird die neue Regierung stellen. Damit endet Orbáns 16 Jahre andauernde Herrschaft.
Trotz des Wahlverlusts betont Orbán, dass er seiner Partei erhalten bleibt. Sollten die Delegierten auf dem Parteitag im Juni dafür stimmen, stelle er sich weiterhin als Parteivorsitzender zur Verfügung. Sein Fokus liege nun auf der Neuausrichtung des rechtsnationalistischen Lagers in Ungarn.