Unwetter fegt über Norden und Westen
Nach Tagen mit großer Hitze ziehen schwere Gewitter auf. Mit Starkregen, Hagel und heftigen Böen trifft es vor allem Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.
Freitagabend brachte einen drastischen Wetterwechsel: Während der Nordwesten Deutschlands tagsüber noch sommerliche 33 Grad erreichte, rollten am Abend schwere Unwetter an. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor extremen Wetterbedingungen der Stufe 3. Besonders Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind betroffen, wo die Feuerwehr zu hunderten Einsätzen ausrücken musste – umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller gehören zum Schadenbild.
Die Meteorologen rechnen mit Sturmböen bis 110 Kilometer pro Stunde, intensivem Starkregen von etwa 30 Litern pro Quadratmeter und Hagelkörnern mit Durchmessern bis zu vier Zentimetern. In Rheine etwa kam es zu massiven Verwüstungen und Überflutungen. Auch der Bahnverkehr litt unter den Auswirkungen: Die Strecke zwischen Soest und Dortmund wurde wegen beschädigter Oberleitungen gesperrt. Die Behörden raten der Bevölkerung, zuhause zu bleiben.
Der Grund: Kühle Luft vom Atlantik prallt auf die aufgeheizte europäische Luft. Am Samstag beruhigt sich die Lage etwas, am Sonntag sind aber neue Gewitter zu erwarten. Der Wetterwechsel ist deutlich – die lange Hitzeperiode findet ihr Ende.