Trump bremst Hassett aus – Warsh wird neuer Favorit für Fed-Spitze
US-Präsident Trump hat mit öffentlichem Lob für Kevin Hassett dessen Chancen auf den Fed-Chef-Posten geschwächt. Der Wirtschaftsrat-Direktor soll lieber in seiner aktuellen Position bleiben. Profiteur ist Kevin Warsh.
Das Rennen um die Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve bekommt eine neue Wendung. Noch vor wenigen Wochen galt der Kampf zwischen Kevin Hassett und dem früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als offenes Duell. Doch Trump hat mit seinen jüngsten Äußerungen die Gewichte verschoben.
Bei einem Auftritt im Weißen Haus signalisierte Trump, dass er Hassett in seiner Rolle als Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats behalten möchte. Die Aussage – Hassett zu verlieren wäre ein "ernstes Problem" – wirkt sich unmittelbar auf die Chancen aus. An den Wettmärkten ist die Wahrscheinlichkeit einer Hassett-Nominierung auf etwa 15 Prozent gefallen. Kevin Warsh hingegen wird nun mit 60 Prozent Wahrscheinlichkeit als neuer Fed-Chef eingepreist.
Der Unterschied zwischen beiden Kandidaten ist grundsätzlich. Während Hassett eher für Zinssenkungen steht, vertritt Warsh eine strengere Geldpolitik. Auch der Dollar legte unmittelbar nach Trumps Aussagen zu – ein Zeichen, dass die Märkte mit höheren Zinsen unter Warsh rechnen. Powells Amtszeit endet im Mai. Die Nominierung durch Trump muss vom Senat bestätigt werden, was sich jedoch schwierig gestalten könnte.