USA setzen neue Sicherheitsstrategie um – Europa reagiert kritisch, Russland zeigt sich erfreut
Die Trump-Regierung hat ihre überarbeitete Sicherheitsdoktrin vorgestellt und setzt dabei auf nationale Interessen statt globales Engagement. Während europäische Länder die harsche Kritik an ihnen ablehnen, lobt Moskau den Kurswechsel.
Die neue US-Sicherheitsstrategie sorgt für Spannungen innerhalb des westlichen Bündnisses. Washington wendet sich in seinem Strategiepapier deutlich ab von klassischem internationalem Engagement und konzentriert sich stärker auf eigene nationale Ziele. Besonders problematisch aus europäischer Perspektive: Das Dokument kritisiert europäische Länder scharf und kündigt an, Bewegungen gegen den aktuellen politischen Kurs Europas zu unterstützen.
Europäische Politiker reagieren ablehnend auf diese Vorwürfe. Bundesaußenminister Johann Wadephul betont, Deutschland benötige keine Ratschläge zu Fragen der Meinungsfreiheit. Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisiert die Einschätzung der USA, räumt aber ein, dass manche Punkte berechtigt seien. Beide betonen dennoch: Die USA bleiben der wichtigste Verbündete. Besonders beim Ukraine-Krieg sieht die EU-Diplomatin Probleme: Eine erzwungene schnelle Lösung könnte Aggression belohnen.
Überraschend positiv äußert sich dagegen Moskau. Kremlsprecher Dmitrij Peskow erklärt, die neue US-Strategie unterscheide sich grundlegend von bisherigen Positionen und stimme vielfach mit Russlands Sichtweise überein. Auch Hoffnungen auf friedlichere Lösungen in der Ukraine klingen an. Verteidigungsminister Pete Hegseth lobt unterdessen Deutschland für erhöhte Rüstungsausgaben – während andere Partner mit Konsequenzen rechnen müssen.