US-Zölle: USA erzielen Handelsabkommen mit Taiwan
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USA erzielen Handelsabkommen mit Taiwan
Die US-Regierung hat mit Taiwan ein Handelsabkommen geschlossen. Die Inselrepublik habe sich bereit erklärt, 99 Prozent ihrer Zollschranken abzuschaffen oder zu senken, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mit. Der Großteil taiwanischer Exporte in die USA soll mit einem Zollsatz von 15 Prozent belegt werden. Dies entspricht dem Zoll, der auch für andere Handelspartner der USA im asiatisch-pazifischen Raum gilt, etwa Japan und Südkorea.
Greer und US-Handelsminister Howard Lutnick wohnten der Unterzeichnung des Abkommens bei, die unter der Schirmherrschaft des Amerikanischen Instituts in Taiwan und des Taipeh Wirtschafts- und Kulturbüros in den USA erfolgte. Für Taiwan nahmen Vizeregierungschefin Cheng Li-chiun und die Ministerin Yang Jen-ni teil.
Insider: USA legen vor Gipfel Tech-Beschränkungen gegen China auf Eis
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat Insidern zufolge vor einem geplanten Treffen der Präsidenten beider Länder im April eine Reihe wichtiger Tech-Beschränkungen gegen China auf Eis gelegt. Dazu zählten ein Verbot für die US-Geschäfte von China Telecom sowie Beschränkungen für den Verkauf chinesischer Ausrüstung für US-Rechenzentren, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Zudem seien geplante Verbote für den Verkauf von Routern der Firma TP-Link, für das US-Internetgeschäft von China Unicom und China Mobile sowie für chinesische Elektro-Lkw und -Busse in den USA ausgesetzt worden.
Streit um Grenzbrücke: Carney stellt Einigung mit Trump in Aussicht
Handelsstreit mit Kanada: Trump droht mit Blockade neuer Grenzbrücke
US-Präsident Donald Trump legt im Handelsstreit mit Kanada nach und droht mit der Blockade einer neuen Grenzbrücke zwischen beiden Ländern. Er werde deren Eröffnung nicht zulassen, bis Kanada die Vereinigten Staaten mit der Fairness und dem Respekt behandle, den die USA verdienten, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Die Brücke müsste auch mindestens zur Hälfte den USA gehören, forderte er. Man werde unverzüglich Verhandlungen aufnehmen, kündigte Trump an. Konkretere Angaben dazu machte der US-Präsident nicht.
Die Brücke über den Detroit River verbindet die Stadt Windsor in der kanadischen Provinz Ontario mit der US-Stadt Detroit im nördlichen Bundesstaat Michigan. Die Gordie Howe International Bridge mit sechs Fahrspuren soll auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können. Die Eröffnung ist in diesem Jahr geplant.
Fed-Direktor Miran verteidigt Trumps US-Zölle –„Ausländer zahlen“
US-Notenbankdirektor Stephen Miran hat die umstrittene Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gegen Kritik verteidigt. Die Strafzölle hätten sich als weniger schädlich für die Konjunktur erwiesen als von vielen befürchtet, sagte der Währungshüter am Montag bei einem Auftritt an der Universität in Boston. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht trügen nicht die US-Bürger die Hauptlast der Abgaben, sondern ausländische Akteure. „Ich denke, die Welt hat sich in einer Reihe von Fragen in meine Richtung bewegt“, sagte Miran mit Blick auf die Warnungen zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft seien „ziemlich gedämpft“ geblieben.
Bangladesch und USA einigen sich auf Handelsabkommen – Zölle sinken
Kurz vor den Parlamentswahlen in Bangladesch hat sich das südasiatische Land mit den USA auf ein umfassendes Handelsabkommen geeinigt. Der am Montag unterzeichnete Vertrag sieht unter anderem eine Senkung der US-Einfuhrzölle auf 19 Prozent vor. Für bestimmte Textilien, die unter Verwendung von US-Baumwolle oder Kunstfasern hergestellt werden, sollen die Zölle ganz entfallen, sagte der Chef der Übergangsregierung, Muhammad Yunus. Bereits im August hatte das Land eine Senkung der US-Zölle von ursprünglich geplanten 37 auf 20 Prozent ausgehandelt.
Im Gegenzug gewährt es Industrie- und Agrargütern aus den USA einen bevorzugten Marktzugang. Dazu gehören nach Angaben der Regierung in Washington unter anderem Chemikalien, Maschinen, Fahrzeuge sowie Sojaprodukte und Fleisch. Zudem habe sich Bangladesch zur Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards verpflichtet.
Die Einigung kommt wenige Tage vor den Wahlen in Bangladesch am Donnerstag.
Trump-Dekret: Strafzölle gegen Käufer von iranischem Öl möglich
US-Präsident Donald Trump behält sich im Konflikt mit dem Iran die Option vor, Handelspartner des Landes mit Zöllen zu belegen. Am Freitag (Ortszeit) unterzeichnete Trump eine entsprechende Anordnung. Diese ermöglicht die Verhängung eines Importzolls von bis zu 25 Prozent auf Waren aus Staaten, die Öl aus dem Iran beziehen. Ländernamen wurden nicht genannt.
Mit Trumps Dekret werden noch keine konkreten Zölle auf den Weg gebracht. Vielmehr schafft es die rechtliche Grundlage, ab diesem Samstag solche Strafmaßnahmen zu ergreifen. Voraussetzung ist, dass das Handelsministerium in Abstimmung mit dem Außenministerium die Abnehmer iranischen Öls ermittelt und dem Präsidenten Empfehlungen unterbreitet.
Indien stoppt Import von russischem Öl für Handelserleichterungen mit den USA
Indien wird seine Importe von russischem Öl einstellen und erhält im Gegenzug einen besseren Zugang zum US-Markt. Am Freitag legten beide Länder dazu die Eckpunkte für ein vorläufiges Handelsabkommen fest. „Die USA und Indien werden diesen Rahmen unverzüglich umsetzen und den Abschluss des vorläufigen Abkommens anstreben“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen am Montag angekündigt. Demnach senken die USA ihre Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent. Stattdessen werde das Land Öl aus den USA und möglicherweise aus Venezuela kaufen, hatte Trump nach einem Telefonat mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi erklärt. Zudem unterzeichnete Trump eine Anordnung. Damit wurde ein Strafzoll von 25 Prozent auf alle Importe aus Indien aufgehoben, der wegen der russischen Ölimporte Indiens verhängt worden war. Ein endgültiges Handelsabkommen wird für März erwartet. Danach werde auch Indien die Zölle auf US-Waren senken, sagte der indische Handelsminister Piyush Goyal am Donnerstag.
EU-Gegenzölle im Handelsstreit mit USA weiter auf Eis – jetzt bis August
Die Europäische Union setzt Zölle auf US-Importe im Wert von 93 Milliarden Euro für weitere sechs Monate aus. Das geht aus einer Mitteilung im EU-Amtsblatt hervor. Die Aussetzung gilt vom 7. Februar bis einschließlich 6. August. Die EU-Kommission werde sie mit Blick auf die weitere Entwicklung in den Handelsbeziehungen zu den USA überprüfen und könne weitere Maßnahmen ergreifen.
Die EU hatte die Gegenmaßnahmen Anfang des Jahres als Reaktion auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump erwogen. Dieser hatte wegen seines Anspruchs auf Grönland Zölle gegen acht europäische Staaten angedroht, von denen sechs der EU angehören. Trump lenkte jedoch später ein und zog die Drohungen zurück. Das Maßnahmenpaket, das auf eine Reihe von US-Waren von Mais über Geschirrspüler bis hin zu Motorrädern zielt, war bereits vor dem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA Ende Juli 2025 vorbereitet worden. Es wurde dann aber für sechs Monate ausgesetzt. Diese Frist wäre am Samstag abgelaufen.
Der Handelsdeal zwischen der EU und den USA sichert den Vereinigten Staaten deutliche Vorteile. Die EU verhinderte damit zumindest einen Handelskrieg, der zu noch größeren Belastungen geführt hätte. Das Abkommen ist aber immer noch nicht umgesetzt, weil es im EU-Parlament umstritten ist. Diese Woche wurde bekannt, dass das Parlament die Arbeiten zur Umsetzung wieder aufnimmt. Sie waren wegen Trumps Grönland-Drohungen ausgesetzt worden.
Handelsabkommen mit Indien stößt in den USA auf geteiltes Echo
Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Handelsabkommen mit Indien stößt in der US-Wirtschaft auf ein geteiltes Echo. Während die US-Handelskammer die Einigung am Montag als Fortschritt bezeichnete, übte eine Koalition von mehr als 800 Kleinunternehmen scharfe Kritik. Die Gruppe nannte das Abkommen eine 600-prozentige Steuererhöhung für amerikanische Unternehmen im Vergleich zu 2024. Damals hätten die Zölle auf indische Importe bei zwei bis drei Prozent gelegen, nun würden sie auf 18 Prozent steigen. Trump hatte zuvor eine Senkung der Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent angekündigt.
Im Gegenzug für die Zollsenkung werde Indien seine Ölkäufe aus Russland einstellen und stattdessen Energie aus den USA beziehen, erklärte Trump. Der indische Ministerpräsident Narendra Modi begrüßte die Einigung. An den US-Börsen legten die Aktien großer indischer Unternehmen wie Infosys und Wipro nach der Ankündigung zu. Eine offizielle Proklamation des Weißen Hauses zu dem Abkommen, das auch den Kauf von US-Waren im Wert von 500 Milliarden Dollar durch Indien umfassen soll, lag am Montag zunächst nicht vor.
Trump: Einigung auf Handelsabkommen zwischen USA und Indien
Die USA haben Präsident Donald Trump zufolge ein Handelsabkommen mit Indien geschlossen. Indien habe zugesagt, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen mehr aus den USA und möglicherweise aus Venezuela zu beziehen, teilte Trump am Montag mit. Er äußerte sich in den sozialen Medien nach einem Telefonat mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi.
„Aus Freundschaft und Respekt für Ministerpräsident Modi und auf seine Bitte hin haben wir mit sofortiger Wirkung einem Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Indien zugestimmt, im Rahmen dessen die Vereinigten Staaten einen reduzierten gegenseitigen Zoll erheben und diesen von 25 auf 18 Prozent senken werden“, schrieb Trump.
Modi habe sich zudem verpflichtet, US-Produkte aus den Bereichen Energie, Technologie und Landwirtschaft sowie weitere Waren im Wert von mehr als 500 Milliarden Dollar zu kaufen, fügte Trump hinzu.
Mexiko sucht nach US-Zöllen diplomatische Lösung für Kuba-Hilfe
Mexiko will nach der Verhängung von US-Strafzöllen auf Öllieferungen nach Kuba der Karibikinsel helfen, zugleich aber Sanktionen der amerikanischen Regierung vermeiden. Man werde auf diplomatischem Weg nach Solidarität mit Kuba suchen, sagte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Freitag. „Unser Interesse ist, dass das kubanische Volk nicht leidet.“
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag per Dekret Strafzölle gegen Länder angekündigt, die Kuba mit Öl beliefern. Der Schritt bringt Mexiko als einen der letzten verbliebenen Öllieferanten in eine Zwickmühle. Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez sprach auf X von einem internationalen Notstand. Die US-Maßnahme stelle eine ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung dar.
Sheinbaum warnte, ein Stopp der Öllieferungen könne eine weitreichende humanitäre Krise auslösen. Mexiko entscheide zwar souverän über die Lieferungen, jedoch sei die mexikanische Wirtschaft stark von Exporten in die USA abhängig. Mexiko hatte seine Ölexporte nach Kuba zuletzt deutlich erhöht, weil Venezuela als Lieferant ausgefallen ist.
USA drohen allen Öllieferanten Kubas mit Strafzöllen
US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf Kuba erhöht und allen Ländern mit Strafzöllen gedroht, die Öl an den kommunistisch regierten Inselstaat liefern. Trump unterzeichnete am Donnerstag (Ortszeit) eine entsprechende Anordnung, die auf einer Notstandserklärung basiert. Die Anordnung nennt jedoch weder konkrete Zollsätze noch bestimmte Länder, deren Produkte von den Zöllen betroffen sein könnten.
Die US-Regierung hatte zuletzt bereits den Druck auf Mexiko erhöht, seine Lieferungen einzustellen. Mexiko, das nach dem Ausfall Venezuelas zum wichtigsten Öllieferanten Kubas aufgestiegen war, hatte seine Lieferungen daraufhin offenbar eingeschränkt. Trump hatte diese Woche erklärt: „Kuba wird ziemlich bald scheitern.“ Beobachtern zufolge fühlt sich Trump nach der Festnahme des venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro Anfang des Monats in seinem Vorgehen bestärkt. Der kubanische Präsident hatte diesen Monat erklärt, Washington habe keine moralische Autorität, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen.
Trump droht Kanada mit 50-Prozent-Zoll auf Flugzeuge
US-Präsident Donald Trump hat Kanada mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent auf alle in den USA verkauften Flugzeuge gedroht. In seiner Ankündigung, die er am Donnerstag (Ortszeit) in den sozialen Medien veröffentlichte, erklärte der Präsident, er reagiere damit auf Kanadas Weigerung, Flugzeuge des im US-Bundesstaat Georgia ansässigen Herstellers Gulfstream Aerospace zu zertifizieren.
Im Gegenzug würden die USA allen kanadischen Flugzeugen, einschließlich der Maschinen des Herstellers Bombardier, die Zertifizierung entziehen, sagte Trump. „Sollte diese Situation aus irgendeinem Grund nicht umgehend korrigiert werden, werde ich Kanada mit einem 50-prozentigen Zoll auf sämtliche Flugzeuge belegen, die in die Vereinigten Staaten von Amerika verkauft werden“, schrieb Trump in seinem Beitrag.
Rubio: Prozess für Lösung im Grönland-Konflikt beginnt
Dänemark, Grönland und die USA leiten nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio heute einen Prozess ein, der zu einer Einigung im Grönland-Konflikt beitragen soll. Vertreter der Länder träfen sich auf technischer Ebene, sagte der Republikaner vor einem Ausschuss des US-Kongresses.
Details zu den Teilnehmern oder dem Ort nannte er nicht. Man habe einen Prozess in Gang gesetzt, der zu einem guten Ergebnis für alle Seiten führen werde und heute beginne, betonte er.
Nach Rubios Worten soll dies so gestaltet werden, dass es nicht bei jedem Gespräch zu einem „Medienzirkus“ kommt. Davon erhoffe man sich mehr Flexibilität, um ein positives Ergebnis zu erreichen. „Ich denke, wir werden das schaffen“, gab sich Rubio optimistisch.
Merz warnt USA vor Verschlechterung beim EU-US-Zollabkommen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für eine Ratifizierung des EU-US-Zollabkommens von 2025 ausgesprochen, die US-Regierung aber gleichzeitig vor Verschlechterungen gewarnt. Nach der Rücknahme der US-Drohungen gegen Grönland und neuer Zölle gegen die Europäer seien jetzt die Grundlagen geschaffen, das im Juli 2025 geschlossene Abkommen in Kraft zu setzen, sagte Merz am Mittwoch in Berlin. „Es darf allerdings jetzt nicht erneut in Zweifel gezogen werden von der amerikanischen Seite, dass sie zu ihren Zusagen aus dem letzten Sommer steht“, betonte der Kanzler.
Macron fordert mehr Nato-Präsenz in der Arktis
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts des Grönland-Konflikts eine Stärkung der europäischen Verteidigung in der Arktis gefordert. „Die jüngsten Ereignisse bestätigen, dass die Lage in Grönland ein strategischer Weckruf für ganz Europa ist“, sagte Macron in Paris beim Empfang von Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Grönlands Ministerpräsidenten Jens Frederik Nielsen.
„Angesichts der Haltung Russlands im hohen Norden, der wirtschaftlichen Präsenz Chinas und der strategischen Folgen dieser Annäherung sind wir uns einig, dass wir unsere Verteidigungsposition in der Arktis stärken müssen“, sagte Macron. Mehrere europäische Staaten, darunter Frankreich, hätten auf Wunsch Dänemarks im Rahmen der gemeinsamen Militärübung „Arctic Endurance“ damit begonnen.
Trump erhöht Zölle für Südkorea auf 25 Prozent
US-Präsident Donald Trump hat die US-Zölle unter anderem für Autos und Medikamente aus Südkorea von 15 auf 25 Prozent hochgeschraubt. Als Grund nannte Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social, dass die im vergangenen Jahr erzielte Handelsvereinbarung immer noch nicht vom südkoreanischen Parlament bestätigt worden sei.
Trump hatte ursprünglich mit Zöllen von 25 Prozent für Waren aus Südkorea gedroht. Dann wurde im Juli und Oktober 2025 ein Satz von 15 Prozent festgezurrt. Südkorea kündigte im Herbst auch an, über mehrere Jahre verteilt 350 Millionen Dollar in den USA zu investieren. Aus Südkorea werden unter anderem viele Autos in die USA unter den Marken Kia und Hyundai geliefert, sowie Halbleiter und Elektronik.
EU-Parlament vertagt Entscheidung über Arbeit an US-Handelsabkommen
Das EU-Parlament hat die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Arbeit am geplanten Handelsabkommen mit den USA auf die kommende Woche verschoben. Das Verhandlungsteam werde sich am Mittwoch, dem 4. Februar, erneut treffen, um die Lage zu bewerten, teilte der EU-Abgeordnete Bernd Lange am Montag auf der Plattform X mit. Eine Stellungnahme der USA lag zunächst nicht vor.
Das EU-Parlament hatte die Beratungen aus Protest gegen die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Kauf Grönlands sowie wegen dessen Zolldrohungen gegen europäische Verbündete ausgesetzt.
Merz betont Solidarität mit Dänemark und Grönland
Bei dem Nordsee-Gipfel in Hamburg ging Bundeskanzler Friedrich Merz auch auf geopolitische Herausforderungen ein und betonte, man wolle die Bevölkerung künftig besser schützen. „Vor allem Dänemark und die Bevölkerung Grönlands können sich auf unsere Solidarität verlassen“, so Merz.
Europa werde mehr für die Sicherung der Arktis tun, das sei im gemeinsamen Interesse, sagte Merz. Eine gemeinsame Anstrengung sei nötig, um den Norden besser zu schützen.
Dänemark und die Bevölkerung Grönlands können sich auf unsere Solidarität verlassen.
Bundeskanzler Friedrich Merz
Auch Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen betonte, es gehe nicht nur um die Nordsee, es gehe um Grundlegendes. Europa habe sich zuletzt als stark und geeint erwiesen, das sei auch der einzige Weg.
„Wir haben die NATO schon seit Längerem darum gebeten, eine dauerhafte Präsenz in der Arktis aufzubauen, auch in Grönland“, sagte Frederiksen. NATO-Soldaten in Grönland seien nicht nur für die Nordflanke der NATO wichtig. Auch geopolitisch würde es ein sehr starkes Signal an Russland und China senden, sagte Dänemarks Ministerpräsidentin.
Rutte: Zweigleisiges Vorgehen mit USA bei Grönland
Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge umfasst die Einigung mit den USA zu Grönland ein zweigleisiges Vorgehen. Man habe sich auf zwei Arbeitsstränge verständigt, sagt Rutte EU-Abgeordneten. Der erste sehe vor, dass die Nato als Ganzes mehr Verantwortung für die Verteidigung der Arktis übernehme. Ziel sei es, Russland und China den Zugang zur Region zu verwehren.
Der zweite Strang betreffe direkte Gespräche zwischen den USA, Dänemark und Grönland, an denen die Allianz nicht beteiligt sein könne. Eine US-Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. US-Präsident Donald Trump hatte nach der jüngsten Spannung um Grönland eine Vereinbarung bekannt gegeben, ohne dass Einzelheiten genannt wurden.
Carney bestreitet Pläne für Freihandelsabkommen mit China
Kanada strebt nach den Worten von Premierminister Mark Carney kein Freihandelsabkommen mit China an. Bei seinen jüngsten Vereinbarungen mit der Volksrepublik gehe es nur um Senkungen von Zöllen in einigen Sektoren, die mit Zöllen belegt wurden, teilte Carney am Sonntag (Ortszeit) in einer Reaktion auf eine Drohung von US-Präsident Donald Trump mit, 100-Prozent-Zölle gegen kanadische Importe zu verhängen. Im Rahmen des Freihandelsabkommens zwischen Kanada, den USA und Mexiko habe man sich im Übrigen verpflichtet, keine ähnlichen Deals mit staatlich gelenkten Volkswirtschaften anzustreben.
„Wir haben nicht die Absicht, das mit China oder einer anderen nicht marktwirtschaftlichen Volkswirtschaft zu tun“, betonte Carney. „Was wir mit China getan haben, ist, einige Probleme zu bereinigen, die sich in den letzten ein, zwei Jahren entwickelt haben.“
Mit 100-Prozent-Zöllen auf kanadische Importe hatte Trump dem Nachbarland am Samstag in einem Online-Post für den Fall gedroht, dass es ein Handelsabkommen mit China umsetze. Carney irre sich gewaltig, wenn er glaube, Kanada zu einem reinen Umschlagplatz für chinesische Waren in die USA machen zu können, schrieb Trump.
Trump droht Kanada mit 100-Prozent-Zöllen – wegen China
US-Präsident Donald Trump droht Kanada mit 100-Prozent-Zöllen, um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit des Nachbarlands mit China zu verhindern. Sollte Kanada einen Deal mit China schließen, werde das Land umgehend mit einem 100-Prozent-Zollsatz auf alle kanadischen Waren, die in die USA importiert werden, belegt, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.
Wenn Kanadas Premierminister Mark Carney glaube, Kanada zu einem „Umschlagplatz“ für China zu machen, damit chinesische Waren in die USA kommen, irre er sich gewaltig. Trump nannte Carney „Gouverneur“ – er stellt Kanada schon lange immer wieder als US-Bundesstaat dar. Ein Gouverneur leitet einen Bundesstaat.
Unlängst war Carney nach Peking gereist und kündigte danach mehr Zusammenarbeit mit China an. Beide Seiten vereinbarten konkrete Schritte im Handel. Einer Mitteilung der kanadischen Regierung zufolge nahm Ottawa einen Teil seiner Zölle auf chinesische Elektroautos zurück. Im Gegenzug habe China zugesagt, Handelshemmnisse für kanadische Agrarprodukte wie Raps abzubauen.
EU nimmt Sonderzolldrohung gegen USA zurück
Nach der Deeskalation im Grönland-Konflikt nimmt die EU ihre Sonderzolldrohungen gegen die USA wieder zurück. Wie ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel sagte, soll eine bereits im vergangenen Jahr vorbereitete Verordnung für Abgaben auf Importe im Wert von 93 Milliarden Euro für weitere sechs Monate auf Eis gelegt werden. Sie wäre ansonsten am 7. Februar automatisch in Kraft getreten. Nach Angaben des Sprechers könnten die Sonderzölle allerdings jederzeit aktiviert werden – auch vor dem Ablauf der neuerlichen Aussetzung um sechs Monate.
US-Präsident lenkt bei den Sonderzöllen im Grönland-Streit ein
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland eingelenkt und seine Drohung mit neuen Zöllen gegen mehrere europäische Staaten zurückgezogen. Es sei ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über die Insel und die gesamte Arktis erzielt worden, teilte Trump am Mittwoch auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social mit. „Auf der Grundlage dieser Verständigung werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhängen.“ Sollte die Einigung zustande kommen, werde sie großartig für die USA und alle Nato-Staaten sein.
Alle aktuellen Entwicklungen zur Zollwende lesen Sie im Liveblog vom Weltwirtschaftsforum in Davos.
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