USA verschärfen Einreiseregeln für Touristen
Die US-Grenzschutzbehörde plant strengere Anforderungen für Reisegenehmigungen. Besucher sollen künftig mehr persönliche Daten preisgeben, auch zu ihren Social-Media-Aktivitäten.
Die US-Grenzschutzbehörde CBP will die Einreisebestimmungen für internationale Touristen deutlich verschärfen. Wer mit einer elektronischen Reisegenehmigung (ESTA) in die USA kommen möchte, soll künftig umfangreichere Informationen über sein Privatleben offenlegen. Die Behörde nimmt noch bis Montag Stellungnahmen entgegen, bevor die neuen Regeln möglicherweise in Kraft treten.
Künftig sollen Reisende angeben müssen, unter welchen Namen sie in sozialen Medien aktiv waren – für die vergangenen fünf Jahre. Zusätzlich verlangt werden alle Telefonnummern und E-Mail-Adressen der letzten Jahre, detaillierte Informationen zu Familienmitgliedern und deren Lebensläufe. Ein konkreter Zeitrahmen für die Umsetzung ist noch nicht bekannt. Die neuen Vorgaben sind Teil der verschärften Migrationspolitik der Trump-Regierung, die auch strengere Visa-Regeln für Studierende und Journalisten plant.
Reiseverbände warnen vor erheblichen Auswirkungen. Die neuen Anforderungen könnten Touristen abschrecken und der US-Reisebranche Milliardenverluste bringen. Nach Angaben von CNN würden Social-Media-Konten selbst nicht überprüft – nur die Nutzernamen erfasst.