Polonium-Alarm in Vaihingen entwarnt
Ein verdächtiges Fläschchen sorgte am Ostersonntag für Großeinsatz in Baden-Württemberg. Die Untersuchung ergab: Das radioaktive Element war nur aufgedruckt.
In Vaihingen an der Enz hat ein rätselhafter Fund am Ostersonntag einen massiven Einsatz ausgelöst. Zwei Anwohner entdeckten während einer Ostereiersuche in ihrem Garten ein Behältnis mit der Aufschrift "Polonium 210". Sie alarmierten sofort die Behörden, woraufhin etwa 140 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis anrückten.
Die Einsatzkräfte in Schutzanzügen untersuchten das Fläschchen gründlich. Messungen vor Ort ergaben keine erhöhte Strahlenbelastung – weder am Behältnis noch in der Umgebung. Die betroffenen Anwohner konnten schnell in ihr Haus zurückkehren. Experten des Umweltministeriums übernahmen das Gefäß und stellten fest: Es handelte sich um ein Falschetikett. Der Behälter war ungefährlich.
Das hochradioaktive Element Polonium 210 ist tatsächlich extrem giftig – besonders wenn es in den Körper gelangt. Es ist durch die Haut jedoch nicht zu durchdringen. Bekannt wurde Polonium durch den Tod des russischen Geheimdienstoffiziers Alexander Litwinenko, der 2006 in London an einer Polonium-Vergiftung starb.