Papst verweigert Macron offenbar Audienz
Papst Leo XIV. soll Emmanuel Macron seit Wochen keinen Termin gewähren – anders als Führungspersonen anderer großer europäischer Länder. Hintergrund könnten Differenzen in ethischen Fragen sein.
Der französische Präsident Emmanuel Macron erhält offenbar keinen Zugang zu einer Audienz beim Papst. Während Leo XIV. in jüngster Zeit Staatsoberhäupter aus Großbritannien, Italien, Deutschland und Spanien empfangen hat, soll er persönlich angeordnet haben, Macrons Anfrage abzulehnen. Weder eine private noch eine offizielle Audienz im Rang eines Staatsbesuchs seien derzeit vorgesehen.
Beobachter führen die Verweigerung auf inhaltliche Differenzen zurück. Der Papst hatte in seiner Neujahrsansprache eine deutliche Position zu Abtreibung und Sterbehilfe bezogen. Er beschrieb Schwangerschaftsabbrüche als »Vernichtung von Leben« und kritisierte öffentliche Mittel, die für diesen Zweck verwendet würden, statt Mütter und Familien zu unterstützen. Sterbehilfe bezeichnete er als »falsche Form des Mitgefühls«.
Die französische Regierung vertritt in diesen Fragen eine andere Position. Ein Treffen zwischen Papst und Präsident steht daher vorerst aus.