Eine Frau bei einer Mahnwache für die Freilassung politischer Gefangener in Venezuela
Foto: Federico Parra / AFP
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Die Regierung in Venezuela hat die Freilassung von 116 politischen Gefangenen mitgeteilt. Es seien Häftlinge freigelassen worden, die aufgrund von »Störungen der verfassungsmäßigen Ordnung und der Stabilität der Nation« inhaftiert gewesen seien, teilte das Ministerium für Strafvollzugsangelegenheiten mit. Im Dezember 2025 seien bereits 187 Menschen freigelassen worden.
Menschenrechtsorganisationen hatten zuvor auf schnelle Fortschritte bei der von der Regierung in Venezuela zugesagten Freilassung politischer Gefangener gedrängt.
Die Nichtregierungsorganisation »Justicia, Encuentro y Perdón« konnte die neue Zahl zunächst nicht bestätigen, teilte aber mit, sie habe 53 Freilassungen verifizieren können. Zuvor hatte sie von 24 bestätigten Fällen gesprochen. Angesichts der hohen Erwartungen und der vielen zu Unrecht Inhaftierten sei das Tempo bei den Freilassungen »eindeutig unzureichend«, schrieb die Organisation auf X.
Auch die Menschenrechtsorganisation Foro Penal veröffentlichte eine Liste mit Personen, deren Freilassung sie bestätigen kann. Es sind 41 Fälle. Darunter seien zwei italienische Staatsbürger – der Entwicklungshelfer Alberto Trentini und der Unternehmer Mario Burlò. Die Menschenrechtlerin Rocío San Miguel sei Teil einer früheren Gruppe von 17 Freigelassenen gewesen, teilte die Organisation mit.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, Trentini und Burlò seien »in Sicherheit in der italienischen Botschaft in Caracas«. Sie habe mit beiden gesprochen; ein Flugzeug aus Rom sei bereits unterwegs, um sie nach Italien zu bringen. Meloni dankte der venezolanischen geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez für die »konstruktive Zusammenarbeit«.
Die Regierung in Caracas hatte in der vergangenen Woche angekündigt, eine große Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener freizulassen, nannte jedoch weder Zahlen noch Namen. Die Maßnahme erfolgte auf Druck von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte nach der Festnahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militärangriff auf Venezuela am 3. Januar verkündet, nun selbst »die Kontrolle« über das südamerikanische Land auszuüben .
Mahnwache vor dem Gefängnis El Helicoide in Caracas
Foto: EPA
Parlamentspräsident Jorge Rodríguez, Bruder von Delcy Rodríguez, sprach nun von einer Geste »auf der Suche nach Frieden«.
Angehörige politischer Gefangener hielten Medienberichten zufolge landesweit Mahnwachen vor Haftanstalten ab und beklagten fehlende Informationen seitens der Behörden. Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Jahren willkürliche Festnahmen und intransparente Haftbedingungen. Besonders das Gefängnis El Helicoide in Caracas gilt als Symbol staatlicher Repression; ehemalige Häftlinge berichten von Misshandlungen und Folter.
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