Venezuela: Medien Berichten über Explosionen in Caracas

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Mehrere Nachrichtenagenturen berichten von Explosionsgeräuschen in Caracas. Über der Hauptstadt von Venezuela sei mindestens ‌eine Rauchwolke zu sehen. Flugzeuge seien zu hören, ebenso wie laute Geräusche, wie eine Mitarbeiterin der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag berichtete. Im südlichen Teil von Caracas, unweit einer großen ‌Militärbasis, gibt es demnach keinen Strom.

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Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtet ebenfalls von starken Explosionsgeräuschen. Der Vorfall habe gegen zwei Uhr Ortszeit (sieben Uhr MEZ) begonnen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump nach wiederholten US-Angriffen auf Boote vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von US-Einsätzen auf dem venezolanischen Festland gesprochen.

Feuerball über Caracas

Feuerball über Caracas


Foto: Video Obtained By Reuters / REUTERS

In Onlinenetzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Allerdings war es nicht möglich, den genauen Ort der Aufnahmen auszumachen. Die Explosionen ereigneten sich offenbar im Süden und Osten der venezolanischen Hauptstadt. Andere Aufnahmen scheinen den Überflug von Hubschraubern zu zeigen.

Angriffe auf Drogenschmuggler und Öltanker

Trump drängt seit Längerem auf eine Entmachtung ​des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Die ⁠US-Regierung hat dazu Sanktionen gegen das südamerikanische Land ausgeweitet und ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt. Es gab ⁠mehr als zwei Dutzend Angriffe auf Schiffe, die angeblich am Drogenhandel ‌im Pazifik und ‍in der Karibik beteiligt waren. Zudem hatten US-Militärs Tanker mit Öl aus Venezuela aufgebracht.

Das US-Verteidigungsministerium war laut Reuters für ‍eine Stellungnahme zu den aktuellen Vorgängen zunächst nicht zu erreichen.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.

Am Donnerstag hatte sich Maduro offen für Gespräche mit den USA gezeigt. »Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen«, sagte er im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Maduro betonte jedoch auch die Wehrhaftigkeit seines Landes: »Das nationale Verteidigungssystem hat die nationale Integrität, den Frieden des Landes und die Nutzung unserer Territorien garantiert und garantiert dies weiterhin«, erklärte er.

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