Machado bleibt trotz Verschleppung standhaft
Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado plant ihre Rückkehr ins Land, obwohl ein enger Vertrauter offenbar entführt wurde. Sie will den demokratischen Wandel vorantreiben.
Einen Tag nach seiner Freilassung aus einem Gefängnis ist der venezolanische Politiker Juan Pablo Guanipa vermutlich von Sicherheitskräften mitgenommen worden. Nach Aussage von Angehörigen soll der Vertraute von María Corina Machado von bewaffneten Zivilisten abgefangen worden sein. Seither fehlt jedes Zeichen von ihm.
Guanipas Sohn forderte auf einer Pressekonferenz Klarheit über den Verbleib seines Vaters. Die venezolanische Staatsanwaltschaft begründet das Vorgehen mit angeblichen Verstößen gegen Auflagen. Kurz vor seiner Verschleppung hatte Guanipa in der Öffentlichkeit für die Freilassung weiterer Häftlinge plädiert und die Behörden aufgefordert, das Wahlergebnis von 2024 anzuerkennen.
Machado bekräftigte ihre Absicht, in absehbarer Zeit nach Venezuela zurückzukehren und den Übergang zu einer Demokratie zu unterstützen. Ein konkretes Datum für ihre Rückkehr nannte die Friedensnobelpreisträgerin nicht. Sie müsse zunächst noch ausstehende Aufgaben bewältigen.