Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga mit einem beeindrucken Auswärts-Auftritt zu Bayer Leverkusen aufgeschlossen. 4:1 (4:0) setzten sich die Schwaben bei einer vor der Pause völlig überforderten Werkself durch. Jamie Leweling ragte mit einem Doppelpack heraus (7. Minute/45.), Deniz Undav, seit Wochen in Topform, legte beide Leweling-Tore auf und traf selbst (45.+2). Außerdem waren Stuttgarts Maximilian Mittelstädt (29.) und Leverkusens Alejandro Grimaldo (66.) jeweils per Foulelfmeter erfolgreich.
Während Leverkusens Meistersaison hatte VfB-Stürmer Undav nach einem Duell der beiden Teams von den zwei »besten Mannschaften der Liga« gesprochen. Zwei Jahre ist Bayern München enteilt, für die Plätze dahinter liegen Leverkusen und Stuttgart allerdings noch immer gut im Rennen: Dritter gegen Sechster hieß es vor Anpfiff in der engen Verfolgergruppe.
Diesmal aber konnten die Leverkusener zunächst gar nicht mithalten. Auf der rechten Leverkusener Seite störte der VfB den Spielaufbau, dann ging es über wenige Stationen in die Tiefe. Robert Andrichs Grätsche erreichte den Ball nicht mehr, Leweling konnte nach Undavs Zuspiel in Ruhe abschließen (7.).
Es blieb bei dem Muster: Stuttgart überließ Bayer die Spielgestaltung, um nach Ballgewinn blitzschnell umzuschalten. Dann wurde es stets gefährlich. Auf der rechten Seite zog Josha Vagnoman mit Ball am Fuß in den Strafraum, Jeanuël Belocian setzte zur Grätsche an – und traf nur den Gegenspieler. Felix Zwayer entschied auf Strafstoß, Proteste blieben aus, Mittelstädt erhöhte vom Punkt (29.).
Doppelschlag vor der Pause
Nun schien Leverkusen sich in die Partie zu tasten. Alexander Nübel verhinderte per Reflex den Anschluss (32.). Doch noch vor der Pause verlor die Werkself erneut den Ball beim Aufbau über rechts, wenige Stuttgarter Kontakte später versenkte Leweling einen Flachschuss aus 20 Metern (45.). Unmittelbar nach der Spielfortsetzung schnappte sich der VfB erneut den Ball, Chris Führich schickte Undav flach durch die Mitte – 4:0 (45.+2).



