Vorgeschichte des U-Bahn-Dramas in Hamburg beleuchtet
Ein Video dokumentiert einen gewalttätigen Streit des späteren Täters in einer Flüchtlingsunterkunft zwei Wochen vor der tödlichen Attacke an der U-Bahn-Station Wandsbek Markt.
In Hamburg sind neue Details zur Vorgeschichte der tragischen U-Bahn-Attacke vom 29. Januar bekannt geworden. Ein Handy-Video zeigt den 25-jährigen Täter Ariop A. bei einem heftigen Streit in einer Flüchtlingsunterkunft am 15. Januar – zwei Wochen vor der tödlichen Tat. Bei dem Vorfall kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen dem Mann und anderen Bewohnern, die Polizei wurde hinzugerufen.
Die Konflikte reichten offenbar weiter zurück. Bereits am 5. Januar war Ariop A. auffällig geworden, als er die Zimmertür eines Mitbewohners beschädigte und Möbel zerstörte. Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren daraufhin vorläufig eingestellt. Doch die Spannungen scheinen weiter eskaliert zu sein. Am 27. Januar folgte ein weiterer Zwischenfall auf der Reeperbahn, bei dem der Mann einem Polizisten ein Handy an den Kopf warf und verletzt wurde.
Zwei Tage später kam es zur Katastrophe: An der Haltestelle Wandsbek Markt warf sich Ariop A. vor einen einfahrenden Zug und riss die 18-jährige Asal mit sich in den Tod. Die genauen Hintergründe seiner psychischen Verfassung werden derzeit untersucht.