Vogelgrippe: Bund und Länder koordinieren Maßnahmen
Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus. Nach einem Ausbruch in Baden-Württemberg haben Agrarminister von Bund und Ländern beraten, wie die Seuche eingedämmt werden kann.
Die Vogelgrippe bereitet Behörden, Geflügelhaltern und Tierschützern zunehmend Sorgen. Ein Ausbruch in einem Geflügelbestand in Baden-Württemberg hat die Alarmbereitschaft erhöht. Daraufhin trafen sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und seine Amtskollegen aus den Bundesländern zu Beratungen, um ein einheitliches Vorgehen gegen die Ausbreitung abzustimmen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut, das bundesweit für Tierseuchen zuständig ist, hat die Risikobewertung inzwischen auf die höchste Stufe heraufgesetzt. Besonders beunruhigend ist die Situation bei Wildvögeln: Unter Kranichen grassiert die Seuche in diesem Herbst in noch nie dagewesener Intensität. Etwa 2000 Tiere sind bereits während ihres Zugs nach Süden verendet, Fachleute rechnen mit deutlich höheren Zahlen.
Ob der Ausbruch in Baden-Württemberg mit den erkrankten Wildvögeln zusammenhängt, ist noch unklar. Experten halten es jedoch für möglich. Die gute Nachricht: Die Gefahr für Menschen ist laut Robert Koch-Institut gering. Die Vogelgrippe ist eine Tierkrankheit mit hoher Sterblichkeitsrate bei Vögeln und Geflügel.