Von Airfryer bis Eismaschine, von Pizzaofen bis Slushie-Maker: Der Hersteller Ninja hat die Küchenwelt im Sturm erobert. Welche Geräte auch in der Praxis überzeugen, haben wir in unseren Tests herausgefunden.
Kaum ein Hersteller hat die Küchenwelt in den vergangenen Jahren so rasant erobert wie Ninja. Wo früher klassische Marken den Ton angaben, taucht heute der Name Ninja auf: Ganz oben auf Wunschlisten, in Social-Media-Feeds – und auf den Arbeitsflächen unserer Küchen. Ninja hat es geschafft, sich innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der beliebtesten Küchengeräte zu backen, frittieren und brutzeln.
Zum Sortiment gehören nicht nur Küchen-Basics wie Airfryer, Mixer oder Kaffeemaschinen. Mit Trend-Highlights wie der gehypten Eismaschine Creami, einem eigenen Slushie-Maker oder sogar einem Pizzaofen weckt Ninja hohe Erwartungen. Doch halten die Geräte dem Hype auch im Alltag stand? Genau das haben wir in unseren Tests herausgefunden.
Ninja: Das steckt hinter dem Hype-Hersteller
Hinter Ninja steckt das US-Unternehmen SharkNinja, das zwei Marken unter einem Dach vereint: Während Shark sich auf Haushalts- und Beauty-Produkte wie Staubsauger, Luftreiniger oder Haarstyling-Tools konzentriert, steht Ninja vollständig für innovative Küchengeräte. Gegründet wurde das Unternehmen 1994 als „Euro-Pro“ in Kanada. In Deutschland wächst Ninja erst seit 2020 rasant – und hat sich in dieser kurzen Zeit bereits einen festen Platz in vielen Küchen erobert.
Das Wichtigste in Kürze
- Ist der Hype gerechtfertigt? Nur weil Produkte im Trend sind, bedeutet es nicht, dass sie tatsächlich gut sind. Deshalb nehmen wir die Ninja-Geräte in unseren Tests genau unter die Lupe und bewerten sie im Vergleich zur Konkurrenz!
- Von Pfanne bis Grill: Das Sortiment von Ninja lässt inzwischen kaum mehr Wünsche offen. Wir haben verschiedene Geräte für unsere großen Vergleichtests ausprobiert und knallharte Testnoten verteilt – oder einem schnellen Praxistest inkl. Einschätzung unterzogen.
- Innovations-Maschinerie: Bei Ninja fokussiert man sich nicht unbedingt auf die Klassiker, sondern auf Küchengeräte, die Spaß machen und innovativ sind – zum Beispiel den Pizzaofen inklusive Airfryer oder den Slushie-Maker.
Für kreative Eis-Fans:Ninja Creami Deluxe Eismaschine
Verbringt man hin und wieder ein bisschen Zeit auf Instagram & Co. kam man am Ninja Creami Deluxe in der Vergangenheit kaum vorbei. Mit dem Gerät bedient Ninja erstmals das Eis-Segment – und zwar auf eine ganz eigene Art. Denn während das Gerät optisch eher an einen überdimensionierten Wassersprudler erinnert, geht es technisch bewusst einen anderen Weg als klassische Kompressor-Eismaschinen. Statt dauerhaft zu kühlen, werden vorbereitete, tiefgefrorene Grundmassen in wenigen Minuten mit einem kraftvollen Motor zu Eis verarbeitet.
Ninja
- Mit kreativer Mix-Funktion
- Neun Automatikprogramme
- Umfangreiches Rezeptebuch
- Hochwertige Verarbeitung
- Relativ geringes Fassungsvermögen
- Vorher 24 Stunden Einfrieren
- Laut (66 Dezibel)
249,90 EUR
In der Praxis funktioniert das effektiv und verhilft dem Gerät im großen Eismaschinen-Vergleichstest auf einen starken zweiten Platz. Es ist aber auch laut: Mit 66 dB arbeitet der Creami so kräftig wie ein Mixer.
Für rund 290 Euro (Stand: Dezember 2025) kann zwischen neun Programmen für Frappé, Sorbet, herkömmlicher Eiscreme und Milkshakes gewählt werden. Zudem gibt es eine Restzeitanzeige, eine Re-Spin- sowie eine Mix-In-Funktion, mit der Toppings wie Nüsse, Kekse oder Süßigkeiten gezielt und sogar schichtweise eingearbeitet werden können.

(Foto: COMPUTER BILD)
Im Praxistest überzeugte der Creami mit cremigem Schokoeis nach zwei Durchläufen und gelungenem Sorbet, das am Rand jedoch leicht wässrig war. Die Reinigung ist unkompliziert, das Zubehör spülmaschinenfest und das Rezeptbuch lädt zum Experimentieren ein.
Familien-Airfryer:Ninja Foodi Max Dual Zone Airfryer
Kaum ein Küchengerät hat den Alltag in den vergangenen Jahren so stark verändert wie der Airfryer. Was früher im Backofen landete, wird heute besonders knusprig, schneller und oft sparsamer in der Heißluftfritteuse zubereitet. Natürlich wartet auch Ninja in dieser Kategorie deshalb gleich mit mehreren Geräten auf. Der Foodi Max Dual Zone für rund 130 Euro (Stand: Dezember 2025) setzt dabei auf zwei große, unabhängig steuerbare Garkörbe, mit denen sich gleichzeitig unterschiedliche Speisen zubereiten lassen – etwa Hähnchen in der einen und Gemüse in der anderen Kammer.
Ninja
- Zwei Garkörbe
- Praktische Sync- und Match-Funktionen
- Leise und einfach zu handhaben
- Liefert leckere Pommes
- Sperrig, schwer (8,8 Kilo)
- Wenige Komfortfunktionen
- Hoher Stromverbrauch
127,99 EUR
Dank Sync- und Match-Funktionen kann man die Garzeiten und Temperaturen aufeinander abstimmen oder gleiche Einstellungen mit einem Knopfdruck übernehmen, was die Zubereitung ganzer Mahlzeiten erleichtert. Mit einem Gesamtvolumen von 9,5 Litern ist der Dual Zone ideal für Familien oder Vielkocher.

(Foto: Computer BILD)
Das Gerät heizt schnell auf, arbeitet vergleichsweise leise und ist einfach zu bedienen und zu reinigen – vor allem dank spülmaschinengeeigneter Teile. Kritikpunkte im Test sind der recht große Platzbedarf und die Tatsache, dass Komfort-Details wie ein Sichtfenster oder eine Schüttelerinnerung fehlen.
Großer Airfryer für kleine Küchen:Ninja Double Stack Airfryer
Wer lieber in die Höhe statt in die Breite stapelt, findet im Double Stack XL SL400EU seinen Airfryer des Vertrauens. Das vertikale Doppelkorb-Design ordnet die beiden Garkörbe übereinander statt nebeneinander an. Das spart Stellfläche auf der Arbeitsplatte, bietet aber trotzdem ein Gesamtvolumen von 9,5 Litern.
Ninja
- Zwei Garkörbe
- Praktische Sync/Match-Funktionen
- Double-Stack-Feature
- Einfache Handhabung
- Keine Schüttelerinnerung
- Sperrig und schwer
- Sehr hoher Stromverbrauch
155,00 EUR
Genau wie beim Dual Zone lassen sich beide Ebenen unabhängig steuern und verfügen ebenfalls über die praktischen Sync- und Match-Funktionen, mit denen unterschiedliche Speisen zeitgleich fertig werden oder identische Einstellungen kopiert werden können.

(Foto: COMPUTER BILD)
Im Praxistest überzeugte der Double Stack mit gleichmäßigen, knusprigen Ergebnissen auf beiden Ebenen – selbst bei parallel zubereiteten Gerichten. Die Temperaturstabilität ist hoch, die sechs Programme von klassischem Airfry über Max Crisp bis hin zum Backen und Dörren decken viele Einsatzbereiche ab. Trotz der Leistung bleibt das Gerät vergleichsweise leise, wirkt hochwertig verarbeitet und lässt sich dank antihaftbeschichteter, spülmaschinengeeigneter Teile unkompliziert reinigen. Einschränkungen gibt es auch hier auf Komfort-Ebene: Ein Sichtfenster und eine Schüttelerinnerung fehlen. Preislich liegt das Gerät bei 145 Euro (Stand: Dezember 2025).
Zum Mitnehmen:Ninja Blast Max Smoothie Maker
Mit dem akkubetriebenen Blast Max bringt Ninja für rund 80 Euro (Stand: Dezember 2025) einen besonders kompakten Smoothie Maker an den Start, der vor allem auf Mobilität und einfache Nutzung abzielt. In der Einzelbetrachtung liefert das kleine Gerät solide Ergebnisse, im großen Smoothie Maker-Vergleichstest musste es sich jedoch gegenüber leistungsstärkeren, größeren Mixern geschlagen geben.
Auffällig – und Ninja-typisch – ist der hohe Informationsgrad zum Produkt: Von direkt aufgeklebten Stickern mit Kurzanweisungen über eine verständliche Schnellstart-Hilfe bis hin zum ausführlichen Handbuch ist für jeden Nutzertyp etwas dabei. Die Verarbeitung wirkt trotz des zunächst etwas einfachen „Sticker-Looks“ insgesamt ordentlich. In der Praxis arbeitet die Smoothie-Taste wie eine automatische Pulse-Funktion, ergänzt durch „Crush“ zum Zerkleinern und „Blend“ für manuelles Mixen.

(Foto: BILD / Stefanie Herbst)
Beim Beeren-Smoothie bleiben nach 30 Sekunden zunächst ganze Fruchtstücke zurück, nach den finalen 60 Sekunden sind diese verschwunden, die Kerne jedoch noch deutlich spürbar. Ein grüner Smoothie gelingt im Test solide, aber nicht ganz so fein wie bei größeren Geräten. Trotzdem zeigt der Blast Max, wofür er gedacht ist: als praktisches, tragbares Zusatzgerät für unterwegs – auch wenn er nicht zur Leistungsspitze im Ninja-Universum gehört.
Für Dolce-Vita-Gefühl:Ninja Artisan MO201EU Pizzaofen
Mit dem Artisan MO201EU zeigt Ninja, wie konsequent die Marke ihr Küchengeräte-Portfolio erweitert. In unserem Test räumt der Outdoor-Pizzaofen direkt den Testsieg in unserem Pizzaofen-Vergleichstest ab. Mit 1760 Watt Leistung, einem 30-Zentimeter-Pizzastein und fünf Programmen von „Thin“ bis „Pan“ richtet er sich klar an ambitionierte Pizza-Fans.
Für rund 235 Euro (Stand: Dezember 2025) gibt es ein durchdachtes Gesamtpaket inklusive Sichtfenster mit Beleuchtung, stabilem Outdoorgehäuse und reichlich Zubehör wie Pizzaschaufel, Blech, Frittierkorb und Rezeptbuch – denn der Ofen kann auch als Airfryer verwendet werden!

(Foto: COMPUTER BILD)
Im Test ist der Ofen nach rund 17 Minuten Aufheizzeit einsatzbereit und überzeugte dann mit sehr kurzen Backzeiten und starken Ergebnissen: Die Pizza Margherita war nach knapp drei Minuten perfekt gebacken, mit luftigem Rand, krossem Boden und gleichmäßiger Bräune. Auch die Thunfisch-Pizza überzeugte. Sicherheit und Komfort sind dank der rutschfesten Füßen, stabiler Bauweise und verständlicher Anleitung ebenfalls gegeben.
Für Jahrmarkt-Spaß zuhause:Ninja Slushi
Schon auf den ersten Blick zeigt der Ninja Slushi, wofür er gemacht ist: bunte, eisige Drinks mit Spaßfaktor. Im Test punktet die Maschine vor allem mit einfacher Bedienung, einem angenehm leisen Betrieb und guten Ergebnissen – vorausgesetzt, die Zutaten haben genügend Zucker. Denn der Hersteller verlangt mindestens 5 Gramm pro 100 Milliliter, damit das Ergebnis gelingt.
Ninja
- Simple Handhabung
- Gute Ergebnisse
- Diverse Kreationen möglich
- Angenehm leise
- Kostspielig
- Bedarf etwas Vorbereitung
188,99 EUR
Das Gerät bietet fünf voreingestellte Programme für klassische Slushies, Frozen Cocktails, Frappés, Milkshakes und gefrorene Säfte, die in der Praxis nach 30 bis 45 Minuten fertig sind. Die fertigen Slushie-Getränke schmecken frisch und haben eine feine, cremige Konsistenz, die ziemlich nah an die der Jahrmarkt-Klassiker herankommt.

(Foto: COMPUTER BILD)
Punktabzug gibt es jedoch, weil das Gerät Schwierigkeiten damit hat, die ideale Temperatur und Konsistenz zu halten. Dabei verspricht es, bis zu zwölf Stunden zu kühlen. Im Test schwanken die Temperaturen jedoch bereits innerhalb einer Stunde spürbar. Alles in allem ist die Ninja FS301EU Slushi trotzdem ein Küchengerät mit Spaßfaktor – und sicher das Highlight beim nächsten Kindergeburtstag. Preis: 210 Euro (Stand: Dezember 2025).
Für Kapsel- & Filter-Kaffee:Ninja Prestige DualBrew System
Ninja
- Kombigerät: Kapseln und Filterkaffee
- Schnelle Aufheizzeit
- Dauerfilter für Filterkaffee inklusive
- Milchschäumer erwärmt die Milch nicht
- Nespresso-Kompatibilität mit überwiegend Kunststoffkapseln
193,88 EUR
Wenn es um Genuss in der Küche geht, darf eines natürlich nicht fehlen: Kaffee. Auch hier mischt Ninja inzwischen mit und hat mit der Ninja Prestige Dual Brew zuletzt ein Kombigerät auf den Markt gebracht, das Filterkaffee und Kapselkaffee in einer Maschine vereint. Im Test überzeugt das Gerät vor allem aufgrund dieser Vielseitigkeit: Der Filterkaffee gelingt mit hoher Qualität, flexiblen Brühprofilen und praktischen Komfortfunktionen wie Timer und Warmhalteplatte.

Doch auch im Kapselbetrieb mit Nespresso-Kompatibilität schlägt sich die Ninja ordentlich und erreicht im großen Vergleichstest der Kapselmaschinen einen starken zweiten Platz. Der Espresso ist solide, nur die Crema könnte etwas stärker sein. Auch Milch schäumen kann das Gerät zuverlässig und angenehm cremig – leider bleibt die Milch dabei kalt. Unterm Strich zeigt Ninja mit dem Prestige DualBrew System, dass das Unternehmen nicht nur bei Heißluftfritteusen und Küchenspielereien, sondern auch beim Thema Kaffee ernstzunehmend mitspielt. Vor allem für diejenigen, die Abwechslung schätzen und sich nicht auf ein einziges Kaffeesystem festlegen möchten, ist das Gerät ein Gewinn.
Unser Fazit:Mehr als nur ein Hype
Ninja hat sich in erstaunlich kurzer Zeit zur festen Größe in modernen Küchen entwickelt. Der Hersteller trifft nicht nur Trends, sondern setzt sie auch. Dabei schafft er es nicht nur Küchengeräte zu bauen, die auffallen, sondern im Test auch abliefern. Nicht jedes Produkt ist ein Must-have für jeden Haushalt, doch in Summe zeigt sich ein klarer roter Faden: einfache Bedienung, innovative Konzepte und ein hoher Spaßfaktor.
Ninja zeigt, dass Küchengeräte heute mehr können müssen als nur funktionieren – sie sollen begeistern und Lust aufs Ausprobieren machen. Genau das gelingt der Marke in vielen Disziplinen erstaunlich gut.

Kimberly Hofmann
Redakteurin und Produkttesterin
FAQ:Häufige Fragen zu Küchengeräten von Ninja
Hält Ninja im Alltag, was der Hype verspricht?
Welche Ninja-Geräte eignen sich besonders für den täglichen Einsatz?
Wie schneiden die besonderen Trendgeräte wie Creami, Pizzaofen oder Slushi ab?
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