Angespannte Stimmung im Zwickauer VW-Werk nach Produktionsstopp
Nach einer einwöchigen Zwangspause läuft die Produktion im Zwickauer Volkswagen-Werk wieder an. Die Beschäftigten sind jedoch verunsichert: Fehlende Kundenaufträge und geplante Produktionsverlagerungen gefährden den Standort.
Im Zwickauer Werk von Volkswagen hat die Produktion nach einer siebentägigen Unterbrechung wieder begonnen. Doch die Stimmung unter der 9.200-köpfigen Belegschaft ist angespannt. Hintergrund sind mangelnde Absatzzahlen für die teuren Elektrofahrzeuge, die an dem sächsischen Standort hergestellt werden.
Besonders belastend für die Arbeiter ist die Nachricht, dass mehrere Modelle künftig in andere Werke verlagert werden sollen. Während der Audi Q4 e-tron in Zwickau bleiben wird, sollen ID.3, ID.4 und ID.5 sowie der Cupra Born nach Niedersachsen umziehen. Das bedeutet für das ohnehin unterausgelastete Werk weitere Kapazitätsengpässe. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert daher eine schnelle Einführung von Kaufprämien für Elektroautos, um den Standort zu stabilisieren.
Arbeiter und Betriebsräte schildern ihre Besorgnis: Sie fordern von der Regierung klare Maßnahmen zur Unterstützung der E-Mobilität, darunter niedrigere Strompreise an Ladesäulen und einheitliche Zahlungssysteme. Trotz der schwierigen Lage versuchen einige Beschäftigte, den Optimismus nicht aufzugeben.