Wadephul sieht Chancen auf Geisel-Freilassung in kommender Woche
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hält ein Einigungsergebnis bei den Gaza-Verhandlungen für möglich. Bei einem Besuch in Israel äußert er Optimismus bezüglich eines baldigen Waffenstillstands.
Der Bundesaußenminister Johann Wadephul befindet sich derzeit in der Krisenregion und führt Gespräche zur Beendigung des Gaza-Konflikts. Bei seinem Aufenthalt in Israel äußerte sich der CDU-Politiker hoffnungsvoll: Eine erste Einigung mit Waffenstillstand, Geiselbefreiung und humanitärer Hilfe könne innerhalb der kommenden sieben Tage erreicht werden, sagte Wadephul in einem Interview.
Nach Angaben des Außenministers handelt es sich um die Fortsetzung längerfristiger Vorbereitungen, an denen auch Deutschland mitgewirkt hat. Wadephul betonte zudem die Unterstützung durch den amerikanischen Präsidenten bei den Vermittlungsbemühungen. Gleichzeitig adressierte er klare Erwartungen an die Hamas: Diese müsse jetzt alle Geiseln freilassen und die Verhandlungschance nutzen, warnte aber auch vor Konsequenzen bei Scheitern der Verhandlungen.
Auf Fragen zu Deutschlands Rolle versicherte Wadephul, dass die Bundesregierung Israel weiterhin unterstütze – allerdings mit Einschränkungen bei Waffenlieferungen, die speziell im Gaza-Einsatz Anwendung finden könnten. Er betonte zugleich, dass Deutschland bereits von Anfang an darauf hingewiesen habe, die Geiselthematik nicht aus den Augen zu verlieren.