Start-up-Finanzierung: Investoren fordern 15 Milliarden Euro mehr
Prominent besetzte Venture-Capital-Firmen wollen Versicherer und Pensionskassen zu höheren Investitionen in deutsche Start-ups bewegen. Ohne staatliche Hilfe soll frisches Kapital mobilisiert werden.
Eine Gruppe renommierter Wagniskapital-Geber macht Druck auf große Finanzinstitute. Versicherer und Pensionskassen sollen deutlich mehr Geld in junge Technologie-Unternehmen stecken – insgesamt 15 Milliarden Euro zusätzlich. Zu den treibenden Kräften gehören bekannte Namen wie Earlybird, HV Capital und Lakestar.
Die Initiatoren sehen eine wirtschaftliche Notwendigkeit: Deutschland könne es sich nicht leisten, weniger in Risikokapital zu investieren. Benedikt von Schoeler vom Münchener Unternehmen Vsquared Ventures bringt es auf den Punkt. Die Investoren appellieren dabei nicht an die Regierung, sondern direkt an private und institutionelle Anleger, ihre Portfolios umzuschichten.
Bislang haben sich Versicherer und Pensionskassen bei Start-up-Finanzierungen auffallend zurückhaltend verhalten. Ihre Zurückhaltung hat System: Die hohen Risiken von Jungfirmen passen nicht zum klassischen Geschäftsmodell dieser Institutionen. Wie es gelingen soll, diese Vorbehalte zu überwinden, bleibt vorerst offen.