Ostsee-Drama im Live-Ticker: Krümmt sich Timmy, weil er Schmerzen hat?
An Timmy wird am Mittwochmorgen wieder gearbeitet
Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Der Kampf um Timmys Leben geht weiter! Am Montag hatte er sich zunächst freigeschwommen, war nach einem Zickzack-Kurs dann aber wieder auf einer Sandbank gestrandet. Inzwischen ist der Wasserpegel dramatisch gesunken – eine gefährliche Situation für den Wal. Retter versuchen mithilfe von Baggern und Rohren den Sand unter dem Meeressäuger abzutragen.
BILD-Reporter sind an der Ostsee und berichten von den Rettungsarbeiten.
Lesen Sie alle Neuigkeiten zum laufenden Rettungs-Mission im Live-Ticker.
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Krümmt sich Timmy vor Schmerzen?
„Ich sehe im Moment einen apathischen, sich quälenden Wal, der sich durchstreckt und krümmt“, erklärte Biologe Fabian Ritter am Mittwochmittag in der BILD-Sondersendung. Für ihn lasse das die Interpretation zu, dass der Wal Schmerzen habe. Leicht zu interpretieren sei das jedoch nicht. „Ich rate dringend davon ab, jetzt weiterzumachen und auf Teufel komm raus irgendwelche Pläne vorzustellen.“ Ziel müsse sein, das Leid des Tieres zu lindern.
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Walforscher Fabian Ritter im BILD-Interview
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Fünf Wal-Helfer bei Timmy
Derzeit sind fünf Mitglieder der Helfer-Crew beim Wal. Sie stehen dicht bei dem Tier, wie im Livestream zu sehen ist. Die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies und „Wal-Flüsterer“ Sergio Bambaren scheinen direkt bei Timmy zu stehen.
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Ursprünglicher Plan soll bleiben
Das Retter-Team hält auch nach wie vor an seinem Plan einer Bergung samt anschließendem Transport per Schleppverband fest. Der genaue Ablauf sei bisher allerdings noch offen.
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„Rettung so schwierig“
„Diese Rettung ist so schwierig, dass wir jeden Tag so nehmen müssen, wie er kommt“, erklärte Walflüsterer Sergio Bambaren.
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Tönnies und Bambaren starten
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies und Walflüsterer Sergio Bambaren sind gerade mit einem Boot in Richtung Wal gefahren – vermutlich für ein Update zum Gesundheitszustand.
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DLRG lässt Drohnen steigen
Die DLRG lässt aktuell alle 1 bis 1,5 Stunden eine Drohne über Timmy steigen. Sie ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet und dokumentiert den Fortschritt der Rettungsaktion, misst aber auch Vitalfunktionen von Timmy, wie etwa die Temperatur. Am Morgen wurde vermessen, wie weit der Wal von der Fahrrinne entfernt ist. Es sollen 80 bis 90 Meter sein.
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Nabu sieht Tierleid
Der Naturschutzbund (Nabu) verfolgt die Aktionen der Privatinitiative am Buckelwal vor Poel mit Sorge. „Zu geschwächt und krank scheint der Buckelwal, zu lang sein Leiden, zu auffällig die wiederholten Strandungen“, heißt es in einer Mitteilung der Naturschutzorganisation. „Durch den nachvollziehbaren Drang der Menschen, dem Wal zu helfen, droht das Wohl des Tieres verloren zu gehen.“
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Timmy in der Kuhle
Die Kuhle, in der Timmy liegt, soll aktuell 2,20 Meter tief sein.
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Boje kommt zum Einsatz
Jetzt ist zu sehen, wie die Helfer eine Boje unmittelbar vor Timmy platziert haben. Was es genau damit auf sich hat, ist nicht klar. Gestern war von einer sogenannten „Big-Bag-Methode“ die Rede. Die „Big-Bag-Methode“, die Timmy davon abhalten soll, weiter in die Flachwasserzone zu rutschen, sieht eine Art Korsett für den Buckelwal vor: Sechs oder mehr große Sandsäcke sollen im Rücken von Timmy aufgebaut werden.
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