Trump feiert sich in State-of-the-Union-Rede selbst
Der US-Präsident präsentierte sich in seiner Ansprache zur Lage der Nation als erfolgreich. Trump sprach von sicheren Grenzen, boomendem Markt und diplomatischen Fortschritten – während er Gericht und Opposition kritisierte.
Donald Trump hat sich in seiner rund zweistündigen Rede zur Lage der Nation als Bringer einer Zeitenwende dargestellt. Er beschrieb die USA unter seiner Führung als "größer, besser, reicher und stärker" denn je und kündigte an, dass "das goldene Zeitalter" Amerikas angebrochen sei.
Inhaltlich setzte Trump Schwerpunkte auf Migrationspolitik, Wirtschaft und Außenpolitik. Bei der Grenzsicherung betonte er die schärfsten Kontrollen in der US-Geschichte. Die Konjunktur pries er mit fallenden Inflationsraten und steigenden Aktienwerten an – die hohen Lebenshaltungskosten schob er der Opposition zu. In der Außenpolitik kündigte er an, ein iranisches Atomprogramm unter allen Umständen verhindern zu wollen. Zudem stellte er Venezuela als neuen Partner dar und kündigte an, von dort massiv Öl zu beziehen.
Für die Technologie-Branche kündigte Trump an, große Konzerne zur eigenständigen Stromversorgung für ihre Rechenzentren verpflichten zu wollen. Das jüngste Gerichtsurteil gegen seine Zollpolitik nannte er "unglücklich", zeigte sich aber zuversichtlich, alternative Wege zu finden. Die Demokraten boykottierten Teile der Veranstaltung und ernteten von Trump scharfe Kritik.