William »Will« Lewis (im November 2023): Er war seit Anfang 2024 Herausgeber und Geschäftsführer der »Washington Post«
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Matt McClain / AP
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Der Herausgeber und Geschäftsführer der US-Tageszeitung »Washington Post«, William Lewis, hat seinen Rücktritt angekündigt. Das verkündete zuerst der Leiter des Weißes-Haus-Büros der Zeitung, Matt Viser: Er veröffentlichte bei X einen Screenshot vom Abschiedsschreiben des Herausgebers an die Belegschaft. Inzwischen zitieren mehrere US-Medien aus der E-Mail.
Nach zwei Jahren des Wandels bei der »Washington Post« sei nun die richtige Zeit für ihn gekommen, zurückzutreten, schreibt Lewis, 56. Er bedanke sich bei Eigentümer Jeff Bezos für dessen Unterstützung und Führung. »Die Institution könnte keinen besseren Eigentümer haben.«
Die E-Mail an die Belegschaft besteht aus zwei Absätzen. Zum Schluss schreibt Lewis, während seiner Zeit bei der Zeitung seien schwierige Entscheidungen getroffen worden, »um die nachhaltige Zukunft« der »Washington Post« zu sichern. »In Dankbarkeit, Will.«
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Ein Nachfolger für Lewis steht der Zeitung zufolge bereits fest: Der bisherige Finanzchef des Unternehmens, Jeff D’Onofrio, solle mit sofortiger Wirkung kommissarisch die Aufgaben von Lewis übernehmen.
In einer Stellungnahme der »Washington Post« zum Herausgeberwechsel betonte Bezos, die Zeitung habe eine zentrale journalistische Aufgabe. Daten zeigten dem Unternehmen, worauf es sich konzentrieren solle, erklärte er.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das fast 150 Jahre alte Traditionsblatt wegen heftiger wirtschaftlicher Einbußen Sparmaßnahmen einleitet. Etwa ein Drittel der Belegschaft wird entlassen, darunter rund 300 Journalisten. Laut einer von Medien zitierten internen Mitteilung sollen die Sportredaktion fast komplett aufgelöst, das Literaturressort geschlossen und die Auslandsberichterstattung stark reduziert werden (mehr dazu hier ). In der Belegschaft und in der Branche allgemein stieß das auf viel Empörung und Kritik.
Die »Washington Post« gehört seit 2013 Milliardär Bezos. Zuletzt hatte es wiederholt Kritik an seiner Rolle in der Zeitung gegeben, angesehene Journalisten verließen das Blatt. Für Schlagzeilen hatte etwa gesorgt, dass sich Bezos vor der US-Wahl im November 2024 gegen die Veröffentlichung einer bereits verfassten Wahlempfehlung für Donald Trumps Kontrahentin Kamala Harris entschieden hatte. Wahlempfehlungen wie diese sind in US-Medien üblich.
Auch Lewis wurde US-Medien zufolge schon länger von Mitarbeitern der Redaktion kritisiert, ihm wurde etwa mangelnde Anwesenheit vorgeworfen. Für besondere Empörung sorgte demnach, dass er auch bei der Ankündigung der Entlassungen diese Woche nicht dabei war.
Der frühere »Post«-Faktenchecker Glenn Kessler schrieb kürzlich in einer Kolumne: »Bezos versucht nicht, die ›Washington Post‹ zu retten. Er versucht, Donald Trump zu überleben.« Mehr dazu, wie Bezos die »Washington Post« ausbluten lässt, erfahren Sie hier .
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