Weizenbaum-Report 2025: Gewaltwahrnehmung fördert politisches Engagement
Eine neue Studie zeigt: Bürger, die politische Gewalt als weit verbreitet erleben, beteiligen sich intensiver am demokratischen Prozess. Gleichzeitig wächst die Akzeptanz von KI deutlich.
Der aktuelle Weizenbaum-Report offenbart ein interessantes Phänomen: Je stärker Menschen Gewalt gegen Politiker als gesellschaftliches Problem wahrnehmen, desto aktiver werden sie selbst politisch. Sie nehmen häufiger an Demonstrationen teil, suchen den Kontakt zu Abgeordneten und unterstützen Petitionen.
Bei einem anderen Thema zeigt sich ein Stimmungswandel: Künstliche Intelligenz wird von der Bevölkerung zunehmend positiv bewertet. Der Anteil derer mit wohlwollender Haltung ist von 27 Prozent im Jahr 2023 auf 37 Prozent 2025 gestiegen – besonders ausgeprägt bei Gruppen, die KI lange skeptisch gegenüberstanden.
Allerdings wächst auch das Problem der Desinformation im Netz: 47 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr Falschnachrichten wahrgenommen, deutlich mehr als in Vorjahren. Immerhin zeigt sich auch eine positive Entwicklung: Mehr Menschen überprüfen Informationen aktiv auf ihren Wahrheitsgehalt, warnen andere vor Fakes oder melden entsprechende Inhalte den Plattformbetreibern.