EU prüft Googles Werbepreisgestaltung
Die EU-Kommission wirft Google vor, die Preise für Werbeanzeigen möglicherweise zu Ungunsten von Werbetreibenden manipuliert zu haben. Auch die USA ermitteln gegen den Konzern.
Die Europäische Kommission hat ein Prüfverfahren gegen Google eingeleitet. Im Fokus stehen die Auktionsmechanismen beim Verkauf von Werbeplätzen in der Google-Suchmaschine. Der Verdacht: Der Konzern könnte die Abrechnungspreise dieser Auktionen künstlich erhöht haben, um seine Gewinnmargen zu erhöhen.
Google verteidigt sein System: Ein Unternehmenssprecher betont, dass die Anzeigenpreise durch echtzeitbasierte Auktionen festgelegt werden. Diese seien optimal konzipiert, um Nutzern die relevantesten Anzeigen anzuzeigen, berücksichtigten dabei Konkurrenz zwischen Werbetreibenden und Anzeigenqualität.
Das ist nicht der erste Vorwurf gegen den Werbekonzern. Google wurde in Europa bereits mehrfach zu Strafzahlungen in Milliardenhöhe verurteilt. Parallel ermittelt auch das US-amerikanische Justizministerium gegen Alphabet wegen ähnlicher Vorwürfe der Auktionsmanipulation. Betroffene Werbekunden haben bis März Zeit, der EU Rückmeldungen zu geben.