Hamburg – Schluss mit Winter-Spaß, jetzt kommt der Winter-Sturm! Die Wetterdienste warnen an Neujahr vor Unwetter mit Orkanböen und starken Schneeverwehungen in Deutschland.
Der Seewetterdienst Hamburg hat eine amtliche Sturmwarnung für die deutsche Ostseeküste herausgegeben. Demnach muss östlich von Fehmarn bis östlich von Rügen ab Donnerstag mit Böen der Stärke zehn (etwa 100 km/h) gerechnet werden. Doch auch an der Nordsee wird es stürmisch.
Sturm, Gewitter und Schnee
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net zu BILD: „Es gibt heftige Wintergewitter an der Nord- und Ostseeküste. Da kommt ein richtiges Winter-Rambazamba auf uns zu. Es droht sogar Whiteout-Gefahr.“ Bei der Whiteout-Gefahr sieht man praktisch nichts mehr, weil Himmel, Boden und Umgebung zu einer weißen Fläche verschmelzen!
Klimatologe Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de zu BILD: „Der Sturm wird ein Polarexpress und bringt uns eiskalte Luft. Auch bis in den Osten hinein.“ Die Sturmböen am Neujahrstag über großen Teilen Deutschlands verwirbeln auch Sachsen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt hauptsächlich im Erzgebirgskreis in Lagen höher als 1000 Meter vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Außerdem heißt es: „Starke Schneeverwehungen im Erzgebirge (Unwetter)“. Die Warnung gilt bis Freitagvormittag.
Die Wetterkarte zeigt am Freitag an Nord- und Ostsee heftige Winterstürme. Je dunkler, desto dichter ist Deutschland mit Wolken bedeckt. Die roten Zeichen stehen für Sturm, die blauen für Schnee
Nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes soll es in Nordrhein-Westfalen zunächst vereinzelt, im Tagesverlauf dann häufiger Niederschläge geben. In tiefen Lagen fällt meist Regen oder Schneeregen, im Bergland sind gebietsweise einige Zentimeter Neuschnee möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen ein und vier Grad. Es wird windig bis stürmisch.
Glatteis und noch mehr Kälte
In der Nacht zu Freitag sind laut DWD gebietsweise schauerartig verstärkte Schneefälle zu erwarten, im Flachland teils auch Schneeregen. Vom nördlichen Sauerland bis zum Teutoburger Wald seien mitunter kräftige Schneefälle, in Hochlagen auch mit Verwehungen, möglich. Es besteht Glättegefahr, zudem wird es kälter. Auch am Samstag werden Schneeschauer und Glätte erwartet.
Die Wetterlage am Samstagmorgen
Laut Experte Brandt beruhigt sich das Wetter so schnell nicht: „Bis zum Wochenende gibt es immer wieder fette Schneeschauer. Dazu Glätte überall und bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in den Mittelgebirgen.“



