Eisheilige fallen aus: Regen statt Frost erwartet
Zur Zeit der Eisheiligen bleibt ein klassischer Kälteeinbruch aus. Stattdessen bringt die kommende Woche wechselhaftes, regnerisches Wetter – mit Unwettergefahr im Süden.
Die kommende Woche bringt nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes kein typisches Eisheiligen-Phänomen mit sich. Statt der erwarteten Frosteinbrüche zwischen dem 11. und 15. Mai steht Deutschlands Wetter unter dem Zeichen von Nässe und Instabilität. Vielerorts dominieren Regen und Gewitter das Bild. Besonders der Süden muss sich am Montag auf schwere Wetter einstellen – dort drohen Starkregen, Sturmböen und Hagel. Nur vereinzelt, etwa in den Alpen, wird es frisch bis zum Boden.
Die Eisheiligen verlieren dabei offenbar ihren Schrecken für die Landwirtschaft. Der Klimawandel sorgt dafür, dass Frosteinbrüche im Mai immer seltener werden. Gleichzeitig verschärft sich die Lage für Obstbauern: Durch mildere Winter treiben Pflanzen früher aus und werden dadurch anfälliger für späte Fröste im April und Mai.
Unterdessen kämpfen Verkehrsteilnehmer in Thüringen mit den Folgen anhaltender Regenfälle. Ein Regenband, das sich kaum verschob, führte zu sieben schweren Verkehrsunfällen. Als Ursache ermittelte die Polizei unangepasste Geschwindigkeiten auf durchnässten Fahrbahnen.