Wetter-Streit um Sturmtief Elli: Meteorologen uneins über Warnungen

Wetter-Streit um Sturmtief Elli: Meteorologen uneins über Warnungen

Berlin – Sturmtief Elli droht Deutschland kalt zu erwischen. Schneeverwehungen, Eisregen und Sturmböen: Jeder muss sich auf dieses Unwetter vorbereiten. Oder ist doch alles übertrieben? Die Aussagen der Meteorologen krachen schon jetzt hart aufeinander, noch bevor das Sturmtief das Festland erreicht hat!

Wetterexperte Dr. Karsten Brandt warnte am Dienstag bei BILD eindringlich: „Planen Sie um, bleiben Sie zu Hause! Auf den Straßen besteht am Freitag Lebensgefahr.“ Seine Analyse: „Das milde Atlantik-Sturmtief knallt auf die kalte Luftmasse über Europa, wo alles tiefgefroren ist. Und genau dort wird es gefährlich!“

Sturmtief Elli: Warnen oder nicht warnen?

Doch Jörg Kachelmann konterte heftig – öffentlich und scharf. Er hatte zuvor die Unwetter-Warnung auf BILD gelesen. „Kein Modell rechnet mit 40 Zentimetern Neuschnee am Freitag. Das Ereignis hat nichts mit dem zu tun, was zum Jahreswechsel 78/79 zu sehen war, woraus auch keine unmittelbare Lebensgefahr resultiert.“ Und weiter: „All die täglichen Lügengeschichten und Weltuntergangsmärchen führen unweigerlich dazu, dass es niemand mehr dann ernst nimmt, wenn was wirklich Schlimmes kommt.“ Wumms!

Unter seinem Post bekommt Jörg Kachelmann jedenfalls auch Zustimmung. „Wenn jede Flocke in einschlägigen Medien zum Blizzard mutiert, welcher Superlativ soll greifen, wenn’s wirklich mal dicke kommt.“

Wetterdienst gibt Unwetter-Warnung aus

Dr. Karsten Brandt bleibt dabei: Elli ist gefährlich! Und es kommt dicke. „Die aktuelle Gefahr ist genau jetzt da. Diese Wetterlage ist sehr komplex und gefährlich. Also, wieso nicht warnen? Da verstehe ich manchen Meteorologen nicht.“ Auch der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetter-Warnung ausgegeben.

Der dritte Wetterfrosch, Diplom-Meteorologe Dominik Jung, stellt sich hinter Brandt: „Wenn vor Unwetter gewarnt wird, kann es auch immer zu lebensgefährlichen Bedingungen kommen.“ Die Warnung sei wichtig, so Jung. Lebensgefährliche Verhältnisse seien „auch nicht übertrieben“.

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