Das klingt ernst! Meteorologe Dr. Karsten Brandt vom Portal Donnerwetter.de warnt vor einem Blizzard, der sich auf uns zubewegt. „Kritisch ist der Freitag. Es kommt ein Atlantik-Sturmtief aus dem Westen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h angerollt. Das bringt im Norden und Osten massiven Schneefall.“ Und das heißt tatsächlich auch: Lebensgefahr! Warum, erklärt der Experte in BILD.
Schneeverwehungen, Astbruch, Glatteis
„Die warme Luft bringt viel Feuchtigkeit mit. Die geht dann in den kalten Mittelgebirgen und im Norden und Osten als sehr viel Schnee nieder. Bis zu 40 Zentimeter sind möglich. Es besteht dann akute Gefahr von Schneeverwehungen.“ Heißt: „Autos und Züge könnten im Schnee stecken bleiben: Insassen säßen stundenlang bei Eiseskälte fest“, so der Meteorologe.
Außerdem: „In den Wäldern herrscht Lebensgefahr durch Schneebruch.“ Die Warnung: Machen Sie keine Waldspaziergänge, auch wenn die weiß-glitzernden Bäume noch so idyllisch aussehen. Die Äste können auch auf Straßen und Fahrzeuge stürzen. „Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Freitags recht verbreitet zu Verkehrsbehinderungen kommen wird – aufgrund des Neuschnees und der Schneeverwehungen“, warnt auch Meteorologe Adrian Leyser Sturm vom Deutschen Wetterdienst.
Sieht schön aus, ist aber gefährlich: In Wäldern droht Wanderern und Autofahrern tödliche Gefahr durch Schneebruch
Damit nicht genug: „Auch Strommasten könnten unter der Last des Schnees einknicken, Stromausfälle wären die Folge.“ Der Experte rät eindringlich: „Bleiben Sie zu Hause!“ Erst am Wochenende lassen die Schneefälle dann langsam nach.
Dazu kommt: Im wärmeren Flachland fallen die Temperaturen schnell wieder. Dann droht in der Übergangsphase Glätte durch gefrierende Nässe. Spätestens Samstag schneit es dann zusätzlich. Tödliche Unfälle auf den Straßen und schwere Stürze auf Gehwegen könnten die Folge sein.
Die Wetterkarte zeigt: Es droht im Norden und Osten Neuschnee von bis zu 40 Zentimetern
Nach dem Blizzard kommt die Eiseskälte
Auch nächste Woche wird heikel. „Wenn das Sturmtief durch ist, wird es noch mal richtig kalt. In Berlin etwa sagen die Prognosen derzeit Tiefsttemperaturen in der Nacht vom Montag bis zu minus 15 Grad voraus. Am Tag steigen sie gerade einmal auf minus 8 Grad. Und am Dienstag geht es morgens mit minus 16 Grad weiter.“ Dann droht allen Menschen, die auf der Straße leben müssen, der Kältetod! „Es ist die kälteste Periode seit 2010“, so der Meteorologe Brandt.
Ein Obdachloser in Hamburg versucht, sich mit Kartons und einer Rettungsdecke vor der Kälte zu schützen



