Hamburger Teenager wegen Cybermissbrauch angeklagt
Ein 18-Jähriger soll Minderjährige über soziale Netzwerke systematisch manipuliert und gequält haben. Die Ermittler vermuten Verbindungen zu einem internationalen Netzwerk von Online-Tätern.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 18-jährigen Deutsch-Polen erhoben. Ihm wird vorgeworfen, über mehrere Jahre hinweg Jugendliche in Chatgruppen bedrängt zu haben. Das Spektrum der Vorwürfe reicht von Erpressung bis hin zur Nötigung zu Selbstverletzungen.
Ermittler haben bei ihren Untersuchungen Ähnlichkeiten zu einem bekannten internationalen Netzwerk von Cyber-Tätern festgestellt, das weltweit junge Menschen missbraucht und terrorisiert. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass kompromittierende Aufnahmen von Opfern bei den Taten eine zentrale Rolle gespielt haben.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren, denen Minderjährige in digitalen Räumen ausgesetzt sind. Die Ermittler arbeiten an der Aufklärung weiterer möglicher Taten und Opfer des Verdächtigen.