Grünes Licht für Wal-Rettung in Wismar
Nach Wochen der Verzweiflung gibt es neue Hoffnung für den gestrandeten Buckelwal vor Poel: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister hat einen privaten Rettungsversuch genehmigt. Das Tier soll geborgen und in den Atlantik gebracht werden.
Der verletzte Buckelwal, der seit Ende März in der Wismarbucht festsitzt, bekommt doch noch eine Chance. Nachdem die offiziellen Rettungsbemühungen vor knapp zwei Wochen eingestellt wurden, hat Umweltminister Till Backhaus nun das Konzept einer privaten Initiative genehmigt. Die Retter wollen das Tier lebend bergen und bis in den Atlantik transportieren.
Die Aktion startet sofort: Taucher sollen zunächst Kontakt zum Wal aufnehmen und das Tier beruhigen. Am Donnerstag ist geplant, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Danach soll der etwa zwölf Meter lange Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert werden. Ein Schlepper würde die Pontons dann bis in die Nordsee und darüber hinaus ziehen, um den Wal freizulassen. Falls alles planmäßig läuft, könnte der Transport am Freitag beginnen.
Finanziert und organisiert wird das Projekt von den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz. Der Mediamarkt-Gründer sieht es pragmatisch: Ohne einen Rettungsversuch sterbe der Wal ohnehin. Mit der Aktion habe man zumindest eine Chance, ihn zu retten. Die Behörden begleiten das Vorhaben und achten auf die Einhaltung aller tierschutzrechtlichen Vorgaben.