Putin signalisiert Kompromiss bei Friedensgesprächen - Ukraine lehnt Gebietsabtretungen ab
Russland erklärt sich offenbar bereit, einige Gebiete zurückzugeben und die Frontlinie in bestimmten Regionen zu stabilisieren. Die ukrainische Führung sieht darin dennoch keine Verhandlungsbasis.
Nach Treffen mit US-Präsident Trump und europäischen Vertretern hat Russland einem Bericht zufolge einen neuen Vorschlag für Friedensgespräche unterbreitet. Demnach signalisiert Moskau Bereitschaft, kleinere kontrollierte Gebiete in den Regionen Charkiw, Sumy und Dnipropetrowsk an die Ukraine zurückzugeben. Im Gegenzug sollen die Frontlinien in Saporischschja und Cherson eingefroren werden.
Anders als noch im vergangenen Sommer besteht Russland nicht mehr auf der vollständigen Annexion aller vier umstrittenen Regionen. Die Vorschläge werden von der russischen Seite als Kompromissangebot dargestellt. Allerdings bleiben viele Details der Verhandlungen nach einem Gipfel zwischen Putin und Trump sowie nachfolgenden Gesprächen weiterhin unklar.
Die ukrainische Regierung reagiert ablehnend. Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, dass ein Verzicht auf ukrainisches Territorium für sein Land nicht verhandelbar ist. Er bezeichnet dies als Überlebensfrage und verweist zugleich auf den in der Verfassung verankerten Anspruch auf einen NATO-Beitritt als strategisches Ziel.