WM 2026: Südkoreas Nationalteam im Konflikt mit heimischen Medien
Ein geleaktes Video sorgt bei der südkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft für Unmut. Spieler wollen nicht mehr mit Journalisten des Landes sprechen – Auslöser sind unangemessene Äußerungen gegen Superstar Son.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bahnt sich ein Konflikt zwischen Südkoreas Nationalteam und der heimischen Medienlandschaft an. Der südkoreanische Fußballverband bestätigt, dass Journalisten während eines Trainings unangemessene Kommentare abgegeben haben – das entsprechende Video wurde inzwischen öffentlich gemacht und führt zu erheblichem Unmut in sozialen Netzwerken.
Im Fokus steht Superstar Heung-min Son, der von Medienvertretern wegen seiner Militärvergangenheit verspottet worden sein soll. Der 33-Jährige erhielt nach Südkoreas Goldmedaille bei den Asienspielen 2018 eine Befreiung von der obligatorischen Wehrpflicht und absolvierte stattdessen alternative Dienste. Das Video stammte vom Sender JTBC, der offizielle Rechteinhaber des Turniers im Land.
Die Folgen sind spürbar: Spieler verweigern freiwillige Interviews mit südkoreanischen Journalisten außerhalb offizieller WM-Termine. Ein Treffen zwischen Teamvertretern und Medienbeauftragten soll versuchen, die Situation zu klären. Der Verband kündigte an, den Schutz der Mannschaft zu priorisieren und ein besseres Verhältnis zur Presse aufzubauen.