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Eheschließungen in Deutschland auf historischem Tiefstand

06. Februar 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Die Zahl der Trauungen ist 2024 so niedrig wie nie zuvor seit 1950. Gleichzeitig heiraten Menschen später und ihre Ehen halten länger.

In Deutschland werden so wenig Ehen geschlossen wie noch nie in der Statistikgeschichte. Im vergangenen Jahr traten 349.200 Paare vor den Traualtar – ein Rekordtief. Das Statistische Bundesamt verweist darauf, dass dieser Rückgang Teil eines jahrelangen Trends ist.

Die gesellschaftliche Bedeutung von Ehe nimmt dabei kontinuierlich ab. Während vor 30 Jahren noch etwa 60 Prozent der Erwachsenen verheiratet waren, ist dieser Anteil mittlerweile auf knapp 50 Prozent gesunken. Wer sich heute traut, wartet allerdings länger: Frauen sind bei ihrer ersten Eheschließung durchschnittlich 32,9 Jahre alt, Männer sogar 35,3 Jahre – jeweils etwa sechs Jahre älter als noch in den 1990er Jahren.

Ein positives Phänomen beobachten Statistiker bei bestehenden Ehen: Sie werden später geschieden und halten deutlich länger an. Die durchschnittliche Ehedauer bis zur Trennung ist von 12 auf knapp 15 Jahre angewachsen. Scheidungen finden im Schnitt zehn Jahre später statt als noch vor drei Jahrzehnten. Im EU-Vergleich liegt Deutschland bei den Trauungsquoten leicht über dem Durchschnitt.

H
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