Euro-Stablecoin: Europäische Banken verstärken digitale Währungspläne
Das Bankenprojekt Qivalis verdreifacht seine Teilnehmerzahl auf 37 Institute. Mit einem an den Euro gekoppelten Stablecoin soll der von Dollar-Währungen dominierten Kryptomärkte Konkurrenz gemacht werden.
Europäische Banken bauen ihre Pläne für eine digitale Euro-Währung aus. Das Projekt Qivalis hat 25 neue Finanzinstitute gewonnen und kommt damit auf insgesamt 37 teilnehmende Banken – dreimal so viele wie noch zuvor. Im zweiten Halbjahr soll der erste Euro-Stablecoin an den Start gehen, heißt es von den Initiatoren.
Bei einem Stablecoin handelt es sich um einen digitalen Token, der im Verhältnis eins zu eins an eine Währung gekoppelt ist und durch Bankguthaben sowie kurzfristige Staatsanleihen gedeckt wird. Solche Digitalwährungen ermöglichen schnellere und kostengünstigere grenzüberschreitende Zahlungen als das traditionelle Bankensystem.
Derzeit wird der Stablecoin-Markt von Dollar-Währungen dominiert – mehr als 99 Prozent des etwa 300 Milliarden Dollar großen Marktes entfallen auf US-Dollar-Stablecoins. Dabei hat der Euro wirtschaftlich ein deutlich größeres Gewicht: Rund 20 Prozent der weltweiten Devisenreserven sind in Euro angelegt. Mit einem regulierten Euro-Stablecoin wollen die beteiligten Banken diese Kluft verringern und ein eigenes digitales Ökosystem aufbauen.