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Zeckenbisse fordern mehr Todesfälle – Warnung vor steigenden Infektionen

14. April 2026· Carolin Hausmann

In Deutschland sind 2024 24 Menschen an Zeckenbiss-Folgen gestorben – deutlich mehr als im Vorjahr. Experten warnen vor zunehmenden Infektionen mit FSME und Borreliose.

Mit wärmeren Temperaturen werden Zecken wieder aktiver – und die Bilanz wird düsterer. Das Statistische Bundesamt verzeichnet einen Anstieg bei den Todesfällen durch Zeckenstiche: 24 Menschen starben 2024 an den Folgen, 2023 waren es noch 19. Neun Fälle gingen auf FSME zurück, 15 auf Borreliose.

Besonders bei der Viruserkrankung FSME zeigt sich ein alarmiernder Trend: Knapp 850 Menschen mussten 2024 stationär behandelt werden – fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. Bei dieser Erkrankung entzünden sich Gehirn und Hirnhäute. Allerdings gibt es hier Hoffnung: Eine Impfung kann schützen und könnte viele Fälle verhindern.

Bei der bakteriellen Borreliose waren es gut 4.830 Krankenhausbehandlungen – allerdings weniger als im langjährigen Durchschnitt. Gegen diese Krankheit existiert bislang keine Impfung, Vorbeugung ist daher das wichtigste Mittel. Die meisten Infektionen treten derzeit in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf. Zecken lauern nicht nur im Wald, sondern auch im eigenen Garten – und sind durch den Klimawandel mittlerweile ganzjährig aktiv.

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