Trump setzt EU Zoll-Ultimatum bis Juli
US-Präsident Trump gibt der Europäischen Union bis zum 4. Juli Zeit, ein Handelsabkommen zu ratifizieren. Andernfalls droht er mit deutlich höheren Zöllen auf EU-Waren.
Donald Trump hat der Europäischen Union ein Ultimatum gestellt: Das von beiden Seiten ausgehandelte Handelsabkommen muss bis zum 4. Juli endgültig verabschiedet sein. Sollte dies nicht geschehen, kündigte der US-Präsident drastische Zollerhöhungen an. Das Datum ist bewusst gewählt – es fällt auf den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
Nach eigenen Angaben traf Trump die Ankündigung nach einem konstruktiven Telefonat mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Allerdings kritisierte er das Europäische Parlament für die fehlende Ratifizierung. Trump wirft der EU zudem vor, ihre Zusagen nicht vollständig einzuhalten, insbesondere bezüglich der vereinbarten Nullzölle. Zuletzt hatte Trump bereits angekündigt, die Zölle auf Autos und Lastwagen von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen.
Grundlage der Konfrontation ist ein Rahmenabkommen vom August 2025: beide Seiten einigten sich damals auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent. Im Gegenzug sollte die EU Zölle auf US-Industriegüter streichen und den Marktzugang für amerikanische Agrarprodukte erleichtern. Ein US-Gericht erklärte am Donnerstag zudem Trumps globalen Zehn-Prozent-Zoll für unrechtmäßig.