Bafin verhängt Geldbuße gegen Nomura wegen Commerzbank-Deal
Die japanische Investmentbank Nomura muss zahlen, weil sie bei der Unterstützung von Unicredits Commerzbank-Übernahme Meldepflichten verletzt hat. Die Strafe fällt aber moderat aus.
Die Finanzaufsicht Bafin hat gegen Nomura eine Geldbuße verhängt. Der Grund: Die japanische Investmentbank hatte bei der Übernahme der Commerzbank durch Unicredit Informationen zu Stimmrechtsanteilen zu spät an die Behörden weitergeleitet.
Nomura spielte eine unterstützende Rolle bei dem geplanten Kauf des Frankfurter Geldhauses durch die italienische Großbank Unicredit. Im Zuge dieses Geschäfts hätte das Institut jedoch die vorgesehenen Meldepflichten zeitgerecht erfüllen müssen.
Die Höhe der Strafe fällt für ein Haus dieser Größe eher moderat aus. Experten sehen darin ein Zeichen, dass die Bafin bei der Bewertung berücksichtigt hat, dass das Versäumnis die Funktionsfähigkeit der Märkte nicht massiv beeinträchtigt hat.