Fed-Funktionäre kritisieren Zinshalte-Entscheidung

Drei hochrangige US-Notenbänker hätten gerne die Leitzinsen erhöht. Nach ihrer Niederlage äußern sie nun öffentlich Kritik an der Entscheidung der Federal Reserve.
Bei der jüngsten Ratssitzung der US-Notenbank hat sich eine Minderheit nicht durchgesetzt. Drei Fed-Vertreter sprachen sich für eine Zinserhöhung aus, blieben damit aber isoliert. Die übrige Mehrheit entschied sich dafür, die Leitzinsen auf dem bisherigen Niveau zu halten.
Nun gehen die unterlegenen Befürworter einer strafferen Geldpolitik in die Offensive. Sie machen ihre Bedenken öffentlich und argumentieren, dass die aktuelle Geldpolitik nicht ausreichend restriktiv sei. Damit üben sie indirekten Druck auf ihre Kolleginnen und Kollegen aus und signalisieren, dass sie die Inflationsbekämpfung für unvollständig halten.
Die Auseinandersetzung zeigt die internen Differenzen innerhalb der Federal Reserve bei der Frage, wie aggressiv die Zinserhöhungen ausfallen sollen. Der Dissens der Fed-Ratsmitglieder wird von Märkten und Wirtschaft genau beobachtet, da er Hinweise auf mögliche künftige Zinsentwicklungen gibt.