Goldbeck-Chef: Baubranche bremst sich selbst aus

Der Vorstand des Baukonzerns Goldbeck kritisiert die mangelnde Innovationskraft der Branche. Künstliche Intelligenz könnte Abhilfe schaffen – wenn die zersplitterte Struktur überwunden wird.
Die Bauindustrie steckt nach Ansicht von Jan-Hendrik Goldbeck in einem Trott fest. Der Chef des gleichnamigen Konzerns sieht die Hauptursache in der fragmentierten Marktstruktur, die Neuerungen systematisch behindert und Unternehmen davon abhält, gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.
Dabei schlummert enormes Potenzial in modernen Technologien: Künstliche Intelligenz könnte Bauvorhaben deutlich wirtschaftlicher gestalten und Prozesse straffen, die bislang oft manuell ablaufen. Goldbeck sieht hier erhebliche Effizienzgewinne, falls die Branche ihre traditionelle Arbeitsweise überwinden könnte.
Die Herausforderung liegt im Übergang: Solange Hunderte kleiner und mittlerer Player nebeneinander operieren und Standards fehlen, bleibt Zusammenarbeit schwierig. Goldbeck plädiert daher für eine Neuausrichtung, die größere Spielräume für technologische Veränderungen schafft.