Immobiliensektor braucht bessere Rahmenbedingungen
Der Vorstand des Immobilienkonzerns Patrizia sieht Kapital für Wohnungsbau und Infrastruktur vorhanden. Entscheidend seien jedoch verlässliche politische Bedingungen.
Der fehlende Wohnraum und marode Infrastruktur in Deutschland lassen sich nicht durch staatliche oder privatwirtschaftliche Lösungen im Alleingang beheben. Das unterstreicht Konrad Finkenzeller, Vorstand beim Immobilienkonzern Patrizia. Stattdessen sei ein Zusammenspiel aller Beteiligten erforderlich.
Trotz Kapitalverfügbarkeit in Finanzmarkt und privaten Unternehmen stockt der Fortschritt. Dies liegt nach Einschätzung des Experten vor allem an fehlenden Sicherheiten für langfristige Investitionen. Investoren benötigen Planungssicherheit und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, um Projekte realisieren zu können.
Finkenzeller zufolge müssen Staat und Wirtschaft ihre Rollen neu definieren und aufeinander abstimmen. Eine klare, stabile Regulierung würde Investitionen erleichtern und letztlich beschleunigten Wohnungsbau sowie notwendige Infrastrukturverbesserungen ermöglichen.